Schlagwort: Graz

Kurz und knackig

Lukas, Stephan und Florian haben im Sommer 2021 die SPEIS am Lendhafen eröffnet. Selten sitzt man in 8020 so schön wie dort im Gastgarten. Auf der einen Seite Mariahilfer Kirche, auf der anderen Seite der Schlossberg und die Mur. Das Konzept des jungen Teams ist so simpel wie radikal: frisch, regional, nachhaltig.

Lukas, Stephan und Florian im Word Rap:

Was hat euch dazu bewogen, ein Lokal zu eröffnen zu entwickeln?

Der Wunsch nach aufregendem Essen auswärts mit Rohprodukten auf höchstem Niveau. 

Was zeichnet eure Produkte im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Einmaligkeit aus?

Wir kaufen über 90 Prozent unserer Produkte direkt bei ProduzentInnen ein und beziehen alle Produkte aus einem Umkreis von 50 Kilometer.

War/ist es kompliziert, deine Produkte (weiter) zu entwickeln/zu vertreiben?

Jedes neue Projekt kommt mit seinen Schwierigkeiten, wir finden es ist den Aufwand wert!

Was liebst du daran, Gastgeber zu sein?

Wir lieben es, glückliche Gesichter zu sehen und die Freude der Gäste, wenn wir bis ins Details über unsere Produkte erzählen dürfen.

 

 

Srilankindisch

Die Grazer Kulinarik muss bei der internationalen Küche nicht zurückstecken. Manifester Beleg ist das CEYLON CURRY. Die Liebe zur ayurvedischen Küche ihrer Heimat Sri Lanka haben Mayoori Piratheepan veranlasst, seinen IT-Job in Wien an den Nagel zu hängen und gemeinsam mit seiner Familie die Landeshauptstadt mit Dosas und Gewürzwelten zu verzaubern. 

Mayoori über … 

… sich: Mein Onkel betreibt schon seit über 30 Jahren ein bekanntes Lokal in Wien, das die traditionelle Küche aus Sri Lanka in Österreich eingeführt hat. Als ich noch in Wien gelebt habe, war ich bei einer Telekom Firma im Bereich Operations & Marketing angestellt.

… den Onkel: Es war mein Onkel, der mich dann motivierte, die Gelegenheit in Graz zu nutzen und gemeinsam mit meiner Frau das erste Restaurant mit Ceylon-Küche zu eröffnen. Wir sind also 2018 nach Graz und haben unser Leben und unser Restaurant hier im Lendviertel aufgebaut.

… vegan & Dosas: Unsere Küche ist traditionell immer schon vegetarisch bzw. vegan und daher nachhaltiger als andere. Die Ceylon-Küche ist der südindischen sehr ähnlich. Besonders beliebt sind da zum Beispiel die Dosas, gefüllte knusprige Fladen aus fermentiertem Reis- und Linsenmehl. Die gibt es sonst nirgendwo in Graz.

… Ayurveda: Unsere Speisen werden nach ayurvedischen Prinzipien (Ayurveda = traditionelle, Jahrtausende alte indische Medizin, Anm.) zubereitet. Dabei spielen Gewürze selbstverständlich eine ganz wichtige Rolle.

… den BeWirt*-Faktor: In unserer Kultur ist uns der Gast heilig. Wir wollen, dass unsere Gäste eine gute Zeit bei uns verbringen und besondere kulinarische Grüße aus unserer Heimat genießen.

Grenzerfahrung

Weil sie die Küche und Kultur ihrer Heimatstadt Rom vermissen, eröffnen Giulia Vasi und Roberta Della Valle das CAFE LIMES in Graz. Im Limes zeigt sich: Hervorragende traditionellen Gerichte und authentisches Ambiente finden auch in kleinen, feinen Lokalen ihren Platz –  wenn die Wirtinnen für ihre Sache brennen.


… das Lokal: Wir haben das Lokal eröffnet, um unserer Kreativität freien Raum zu geben. Wir wollen  jeden Tag mit dem verbringen, wo unsere Leidenschaft steckt. Außerdem haben wir das Essen unserer Heimatstadt Rom so vermisst, dass wir uns entschieden haben, Produkte wie die Supplì (Risottobällchen) und die Pizza Bianca (Focaccia Römischer Art) nach Graz zu bringen. Ziel vom Limes (lat. für „Grenze“) ist die Begegnung zweier unterschiedlicher aber doch angrenzender Kulturen zu ermöglichen, und unsere kulinarischen Traditionen so authentisch wie möglich zu übermitteln.

… die Produkte: Viele der Produkte, die wir unseren Gästen anbieten, gehören zur Römischen Tradition und sind zu 100% authentisch. Schwerpunkt unseres Gastro-Konzepts sind traditionelle italienisch-römische Rezepte.
Unsere Produkte können in Graz ganz genauso genossen werden, wie du sie in Rom findest. Unsere Zutaten sind so saisonal wie möglich. Und wo es mit unseren Rezepten und Gerichten möglich ist, auch regional.

… Herausforderungen: Qualitativ hochwertige und authentische Zutaten, die eine Balance zwischen lokal und original italienisch halten, sind nicht immer leicht erhältlich. Wir bringen noch nicht so bekannte Gerichte, Getränke und Gewohnheiten (z.B. Aperitivo) nach Graz. Das treibt uns an und hebt uns von MitbewerberInnen ab. Aber es ist auch eine Herausforderung.

… den BeWirt*-Faktor: Wir wollen unseren Gästen einen Ort schaffen, wo sie sich wie daheim fühlen können. Im Limes geht es nicht nur darum, schnell was zu essen. Bei uns geht es ums Gesamtkonzept, und das macht uns sehr stolz.

Praktisch wild

Versorgt vom kristallklaren Gebirgswasser des Hochschwab-Massivs, können Forellen und Saiblinge bei DECLEVAS ALPENFISCH in naturnahen Teichen über zwei bis drei Jahre lang heranwachsen. Klaus Declevas Fische sind BIO-zertifiziert und schmecken dank artgerechter Haltung in Quellwasser praktisch wie wild gefangen.

Klaus über …

… die Zucht: Ich habe die Fischzucht im schönen Mariazellerland im Jahr 2017 übernommen. Ich wollte immer Fische züchten, die ich selbst mit Begeisterung essen möchte und die sich geschmacklich vom Wildfang praktisch nicht unterscheiden. Hier haben wir beste Bedingungen für unsere Bio-Forelle. Die wichtigste: unser frisches Gebirgswasser vom Hochschwab, das unsere Fischteiche ganzjährig mit 6,5 Grad kühlen kristallklaren Lebensraum versorgt.

… die Fische: Unsere Forellen und Saiblinge werden artgerecht gehalten: Sie können zwei bis drei Jahre lang heranwachsen – mit zertifiziertem Bio-Futter und Nährstoffen aus natürlichem Bachwasser, bevor sie abgefischt werden. Unsere Teiche ähneln natürlichen Bachläufen mit starken Strömungen, einem kleinem Wasserfall und Gumpen als Ruhezonen. Wir sind Bio-zertifiziert, wir produzieren CO2 neutral und wir versuchen uns ständig zu verbessern.

… das Sortiment: Wir versuchen uns ständig weiterzuentwickeln. Es macht auch Spaß, immer wieder neue Produkte ins Sortiment zu nehmen. Unser neuestes Produkt ist Bio-Fisch-Leberkäse. Wir haben auch Würstel vom Bio-Saibling oder Tatar von der Bio-Forelle. Unser Klassiker ist aber der frische Fisch, den wir im Kühlversand über die Post problemlos bis zur Haustür verschicken. Dafür werden unsere Fische bei jeder Bestellung frisch abgefischt.

… seinen Job: Das tolle an meiner Berufung: Ich arbeite in einer der schönsten Landschaften Österreichs und züchte Fische, die Menschen begeistern. Das hat schon was.

 

Spanisch-Steirische Fusionskost

In Graz und speziell am Lendplatz kennt man Markus Leskovar als „Maui“. In der Grazer Event- und Gastro-Szene hat Maui schon zahlreiche Projekte umgesetzt. Das neueste ist EL PINCHO: baskische bzw. nordspanische Tapas, die mit einem Spieß (spanisch „Pincho“) auf einem Stück Brot festgemacht werden.

Markus alias Maui über …

… den Erstkontakt: Im Laufe meiner langen Gastro-Karriere habe ich auch eineinhalb Jahre in einer Bodega im Baskenland gearbeitet. Damals habe ich  Pinchos kennen und lieben gelernt – in dieser Region ein kultiges Nationalgericht. Und damals habe ich mir schon gedacht: Irgendwann bringe ich die Pinchos nach Graz.

… das Pincho-Prinzip: Der Pincho ist eine kleine Mahlzeit, die in Kneipen und Gaststätten zu einem Getränk verzehrt wird. Pinchos ähneln klassischen Tapas – also Fingerfood-Schmankerln. Den Unterschied macht die Darreichungsweise: Der Name Pincho stammt von dem spanischen Wort für „Spieß“, denn häufig werden Zahnstocher oder kleine Holzspieße verwendet, um Pincho-Komponenten zusammenzuhalten oder die Pincho-Auflage auf einer Brotscheibe zu halten. 

… den steirischen Einschlag: Meine Pinchos haben auch etwas typisch Steirisches: Ich bringe  das baskische Konzept der Pinchos mit regionalen Zutaten zusammen. Dass ergibt einzigartige Kreationen, zum Beispiel Blunz’n und Garnele oder Pinchos mit Knödel und Kürbiskernöl oder Serrano und karamellisierte Pflaume. 

… mobile Genüsse: Den Großteil meiner Zutaten finde ich am lokalen Bauernmarkt und verfeinere diese in meiner Küche. Dazu gibt es eine reiche Auswahl an Drinks, Bieren und ausgesuchten Weine vom Weingut Maitz und Josef Pugl, sowie natürlich auch spanische Weine.
Genießen kann man die Pinchos an der Bar, im Lokal, vor dem Lokal im Trubel des Lendplatzes oder „to go“. 

Super Soja-Food

Nattō ist ein Produkt aus Sojabohnen, das beim Fermentieren einen fädigen Schleim produziert. In Japan gilt Nattō seit Langem als gesundheitsförderndes Superfood und Jungbrunnen. „Je schleimiger, umso besser wurde fermentiert“, sagen Verena Pizzini und Wolfgang Wurth. Unter dem Namen FARMENTO stellen die Beiden das Superfood in einem Bauernhof im Burgenland her – in Bio-Qualität mit eigens angebauten Sojabohnen.

Verena und Wolfgang über…

… gesundes Superfood … Nattō gilt wegen seiner Inhaltsstoffe in Japan seit Jahrtausenden als Quelle der Jugend. Es enthält unter anderem Vitamin K in hohen Mengen, das den Knochenbau fördert. Bei der Vergärung entsteht Natokinase, das die Darmflora und das so genannte Mikrobiom unterstützt. Wir hatten Nattō für uns entdeckt und wollten es in Österreich in Bio-Qualität beziehen – die gab es aber nirgends. Nach einem Jahr intensiven Tests gründeten wir 2019 schließlich Farmento.

… das schmeckt … Als erster europäischer Betrieb bauen wir spezielle Nattōsojabohnen an. Sie sind kleiner als die handelsüblichen Bohnen und eignen sich besser zur Fermentation. Bei Nattō empfinden wir eine Einfachheit der sinnvollen Ernährung, die Zufriedenheit gibt, Energie liefert und schnell, vielfältig verfeinert werden kann. In einer Schüssel mit Reis und verfeinert mit Sojasauce oder Senf und mit Ei und Frühlingszwiebeln oder als Einlage zu Miso-Suppe und Gemüse-Ramen schmeckt es auch hervorragend.

… nachhaltig wirkt …Vom Acker, ohne Umwege direkt ins Glas! Für unsere Produkte kommen nur qualitativ hochwertige Rohstoffe zum Einsatz. Das ist ein fester Bestandteil unserer Philosophie. Dazu gehört aber auch, dass wir uns bei neuen Kreation, unserer Produktion und bei der Verpackung fragen, ob wir verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit und begleitet uns im gesamten Produktionsprozess.

… und Leben verändert … Nattō hat unser Leben verändert. Wir haben unsere Jobs aufgegeben, sind aufs Land gezogen und haben den Schritt einer großen Veränderung gewagt. Stück für Stück haben wir eine kleine Landwirtschaft, Produktionsräume und einen neuen Lebensstil aufgebaut. Die Produktlinie haben wir mit Kimchi und Chili-Produkten ausgebaut. Der Anbau unserer Zutaten schont Ressourcen und kommt ohne Einsatz von Pestiziden aus. Lebensmittel aus kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betrieben zu beziehen, kann zu einer ernährungssouveränen Gesellschaft beitragen. Darauf legen wir es an.

Von Musen geküsst

Susanne Suppan rettet Früchte aus Graz und Umgebung und verarbeitet sie zu köstlichen Musen. SUSA S MUS vertreibt mittlerweile mehr als ein Dutzend Sorten – mit Liebe in wiederverwendbare Gläser gefüllt und meist ohne zugesetztem Zucker harmonisch abgestimmt. Im kleinen Lokal beim Grazer Stadtpark serviert Susanne auch kleine Speisen zu ihren Musen.

Susanne über …

… Nachbars Gärten: Ich verwende für SUSA S MUS großteils Früchte und Beeren aus Wäldern und Privatgärten – somit ist das Obst ja eigentlich mehr als bio 😉 –  die sonst niemand brauchen kann. SUSA S MUS wird in Gläser gefüllt, die ich wiederverwenden kann. Und ganz wichtig: der extrem geringe Zuckerzusatz bzw viele Sorten, die ganz ohne Zuckerzusatz auskommen. Das macht die mittlerweile 14 bis 16 Sorten zu köstlichen Begleitern von ganz vielen Speisen.

… mehr als Marmelade: Somit ist SUSA S MUS bei weitem nicht nur Marmelade-Ersatz sondern kann zu Fleischgerichten, Käse, Joghurt, Müsli und so weiter gereicht werden. Es schmeckt auch köstlich über diversen Eissorten. Wir habe auch einen Bellini Im Programm mit steirischem WeingartenpfirsichMUS. Überhaupt gibt es neben einigen verschiedenen Geschenkboxen mit MUSgläsern und Gebrauchsanleitung und Löffel auch eine Box, in der sich ein Bellini to go kit verbirgt. 

… das Lokal: Als ich meine Manufaktur auf die Beine gestellt habe, hatte ich von Anfang an ein kleines Kaffee im Sinn. Ich hatte diesen wunderschönen straßenseitigen Raum, den ich im Zuge der Errichtung auch gleich mit renoviert habe. Einfach, weil SUSA S MUS herrlich mit vielen Speisen harmoniert, die ich nun auch anbieten kann. Das heißt, eigentlich kann ich dort gleich auch Ideen mitliefern, was mit meinem MUS alles möglich ist. Ausserdem liebe ich TRIBEKA Kaffee, den ich dort auch anbiete.

… Herausforderungen: Ich muss immer hinterher sein und mich immer neu erfinden – was eine echte Challenge ist mit meinen zwei kleinen Kindern und Hund 😉 Warum ich mir das trotzdem antue? Weil es mir so viel Spass macht, ein Produkt anbieten zu können, das auch geschmacklich hält, was es optisch verspricht. Ein Produkt, das auch einen Nährwert hat und hinter dem ich zu einhundert Prozent stehen kann. Und weil ich Veränderungen liebe und gerne produktiv bin. Und zwar fast immer, auch am Wochenende und wenn einmal ich eine Sekunde Freizeit habe.

 

La Dolce Vita ums Eck

Knapp 40 Jahre lang war das IL PASTAIO ein fixer Treffpunkt für GenießerInnen feinster italienischer Feinkost am Grazer Kaiser Josef Platz. 2021 hat Christian Terasanski den italienischen Edel-Greißler übernommen und setzt weiterhin auf ausgewählte, frische Produkte von handverlesenen ProduzentInnen – handgemachte Pasta, Schinken- und Käse-Sepzialitäten, Trüffelhonig, Pesto… 

Christian über …

… Italia fresca: Fasziniert von den mediterranen Lebensgefühl, den vielseitigen Märkten und begeistert von den kulinarischen Köstlichkeiten, die Italien zu bieten hat, habe ich mit meinen MitarbeiterInnen im Juni 2020 das Feinkostgeschäft Il Pastaio wieder eröffnet. Im Il Pastaio bieten wir eine Vielzahl an Delikatessen aus Italien, täglich frisch vor der Haustür.

… prodotto e produttore: Wir haben ausschließlich Produkte, die wir selbst großartig finden und bei denen wir ganz genau wissen, wo Sie herkommen. Wir kennen die ProduzentInnen und ihr Handwerk. Sie teilen unsere Philosophie, dass Tierwohl und Umwelt an erster Stelle stehen. Was und antreibt ist die Liebe zu köstlichen Lebensmitteln, gepaart mit der Leidenschaft für genussvolles Essen.

… la famiglia: Wir beziehen unsere erlesenen Produkte hauptsächlich von kleinen, ursprünglichen ProduzentInnen – meistens Familienbetriebe, die mit uns im engen Kontakt stehen. Sie verwenden frische Zutaten und ausgesuchte Rohstoffe – Öle, Kräuter, Milch, Eier und vieles mehr; ohne Zugaben von künstlichen Konservierungs- und Zusatzstoffen. Gefärbte Oliven wirst du bei uns nicht finden. Auch kein Olivenöl aus maschinellen und industriellen Ölpressen, denn wir lieben den natürlichen und echten Geschmack der Lebensmittelprodukte.

… Il Pastaio: Mit der Wiedereröffnung des Il Pastaio ist ein Traum wahr geworden, der lange nur in unseren Köpfen existierte: eine wunderbare Oase italienischer Gaumenfreuden und Gastfreundschaft, der ospitalita, wieder zu eröffnen. Wir stellen uns täglich der Herausforderung, unseren hohen Qualitätsanspruch zu halten und idealerweise zu übertreffen. Das sind wir unseren KundInnen schuldig.

… l’ospitalita: Wir verkaufen und beraten mit sehr viel Liebe. Das schmecken auch unsere Gäste seit vielen Jahren. Unsere Pastaprodukte werden schnell, frisch und regional hergestellt. Darum gibt es bei uns immer nur das, was gerade Saison hat. Das ist gesund und nachhaltig. Die Zutaten werden in Oberitalien angebaut und wir holen Sie ab. Da wissen wir nämlich, was drin ist, und diese Freude und Überzeugung teilen wir mit unseren KundInnen.

Myriaden – und Miria

Beim Studieren haben MIchaela und GlorRIA auch ihre gemeinsame Kochleidenschaft entdeckt. MIRIA steht für Freude am kreativen Kochen und beste nachhaltige Rohstoffe. Was Michaela und Gloria von vielen anderen Caterings abhebt? Unter Myriaden an kreativen Koch-Ideen haben sich MIRIA etabliert und sind seit seit knapp vier Jahren am Markt.

Michaela und Gloria über…

… sich: Einerseits waren nachhaltige Caterings in Graz in unserem Gründungsjahr 2019 sehr nachgefragt. Andererseits haben wir als Freundinnen oft miteinander gekocht und mit veganen Rezepten experimentiert. Daraus entstand der Wunsch, richtig gesundes, pflanzliches und klimafreundliches Essen anzubieten.

… beste Lebensmittel: Wir sind überzeugt, dass die besten Lebensmittel, die wir zu uns nehmen können, jene sind, die in unserer nahen Umgebung gedeihen. Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel sowie der Verzicht auf stark verarbeitete Produkte sind für uns selbstverständlich. Sesam, Kakao, Orangen, Kokos etc. finden ihren Weg nicht in unsere Küche – da sind wir konsequent!

… die Qualität: Unsere vollwertigen Speisen werden mit Liebe und immer frisch zubereitet. Sorgfältig wählen wir dabei Lebensmittel aus vorrangig biologischem Anbau. In unsere Küche kommen nur pflanzliche Rohstoffe.

… das Angebot: Unser Speisenangebot richtet sich nach saisonal und regional verfügbarem Gemüse, das von lokalen Bauernmärkten in Graz stammt. Die übrigen Produkte kaufen wir im Hof- oder Bioladen und am liebsten verpackungsfrei.

… from scratch: Wir legen gerne selbst Hand an und kochen am liebsten „from scratch“. Das heißt: Getreide wird frisch gemahlen, alle Aufstriche, Saucen und Dips werden selbstgemacht und Gewürze werden nach Duft und Laune gemischt.

… regionale Selbsterfahrung: Einen großen Reiz macht für uns aus, unsere KundInnen selbst erfahren zu lassen, wie einfach, schmackhaft und ausgewogen eine regionale und saisonale Ernährung sein kann. Wir verstehen unser Catering auch als eine Form von Bewusstseinsbildung für klimafreundliches Essen.

… Kochen auf Augenhöhe: Wir mögen es, mit unseren KundInnen auf Augenhöhe zu kommunizieren und transparent zu agieren. Gerne kochen wir auch bei unseren KundInnen zuhause als Mietköchinnen, da wir diese private, gemütliche Atmosphäre schätzen. Außerdem freuen uns zufriedene EsserInnen. Sie bestärken uns in dem, was wir tun.

AusSteign

Die STEIGN macht das, was viele kleine Bauernhöfe oft nicht stemmen: Hochwertige regionale und saisonale Produkte im Herzen von Graz anzubieten. Inhaberin Olivia Neubauer-Suppan verarbeitet ihr Sortiment gerne zu hochwertigen Schmankerln mit Überraschungskick und ist überzeugte Anhängerin von echtem Slowfood.

… die Steign: Bei uns gibt es regionale, saisonale und nachhaltige Lebensmittel sowie geniale handwerkliche Produkte von unseren steirischen KleinerzeugerInnen. Wir kreieren gemeinsam mit unseren PartnerInnen  neue Erzeugnisse und verkaufen unsere Produkte mit viel Engagement.

In unserer Schauküche richten wir kleine Speisen und Getränke an. Wir machen auch eigene Verkostungen. Dabei erzählen wir von unseren ProduzentInnen und deren Produkten und vernetzen sie mit interessierten KundInnen.

… die Produkte: Unsere Produkte stehen für steirische Qualität. Unsere rund 80 PartnerInnen kommen  aus der Steiermark – mit einigen Kärntner Einsprengseln 😉 Im Gegensatz zum Supermarkt, dessen „Regional“- Label oft ganz Mitteleuropa einschließt –  stärken wir eine ehrliche Regionalität und bewusste Zusammenarbeit.

Kleine Bauernhöfe die nicht die Möglichkeit haben das ganze Jahr über ihre Produkte auf Märkten zu vermarkten, werden besonders gefördert.

… gesunde Alternativen: Kartoffelbrot statt Toast und Dinkelsemmeln statt Weizensemmeln schaffen gesunde Grundlagen, um Fastfood zum gesunden Slowfood zu transformieren. Ich liebe es, solche Kreationen mit unseren PartnerInnen gemeinsam zu entwickeln oder anzubieten: Dinkelsemmeln und Kartoffelbrot kommen etwa von der Schloßbergbäckerei Schudi.

Ich selbst überrasche gerne mit ausgefallenen Kreationen, beispielsweise Käsekrainer aus Wildfleisch mit Marillensenf und Pflücksalat, oder Frühlingswieseneintopf. Etwas Bekanntes mit dem Besonderen zu kombinieren – das reizt mich.

… die regionale Transformation: Uns geht es um eine regionale und nachhaltige Transformation der Stadtentwicklung. Dabei geht es um mehr als nur den Handel oder die Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln. Es geht darum, Massentierhaltung, ungesunden Zusatzstoffen und unnötige Mengen an Verpackungsmaterial den Rücken zu kehren, um gesund und intuitiv das richtige einzukaufen.

… den Be*Wirt-Faktor: Die Steign ist mehr als ein Laden, wir sind ein Ort des Austauschs. Ich berate unsere KundInnen gerne zu unseren Produkten: wo sie herkommen, wie sie produziert werden. Ich kann mich gut auf die Wünsche unserer KundInnen einstellen. Manchmal entwickelt sich aber einfach nur ein gutes Gespräch. 

BioKistl goes Graz

In Wien sind die grünen Kisteln mit knackfrischem saisonalen Bio-Obst und Bio-Gemüse in vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Sie kommen vom ADAMAH aus Glinzendorf . Der BioHof der Familie Zoubek  wird dort in vierter Generation und mit rund 80 MitarbeiterInnen geführt. Jetzt erweitern die Bio-PionierInnen von ADAMAH das Einzugsgebiet des legendären BioKistls auf den Raum Graz – gemeinsam mit regionalen PartnerInnen.

Gerhard Zoubek (Bild Mitte) über…

… das neue Einzugsgebiet Graz: Im Großraum Wien hat ADAMAH bereits ein Direktvermarktungssystem mit kurzen Lieferketten ProduzentIn-KonsumentIn entwickelt. Es ist eine Alternative zum  System des Lebensmitteleinzelhandels, der 85 Prozent des Lebensmittelmarktes beherrscht.

Ich bin überzeugt, dass wir in fünf Jahren eine große Freude in einem kooperativen Gemeinwohlprojekt unter ADAMAH BioHof GRAZ vom Feld vor die Haustüre haben werden. Wir werden dabei viele regionale MitstreiterInnen haben!

…die Produkte: ADAMAH produziert und verkauft ausschließlich Bio-Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau. Wir sind Botschafter des Bio-Gedankens und werden mit PartnerInnen vor Ort in Graz ein Vollsortiment bis zur Haustüre liefern.

In einer Zeit wo viele Menschen im Kommerz gefangen sind, ist es wichtig Tradition, Herkunft und Vielfalt zu zeigen und mit PartnerInnen beste Produkte zu entwickeln. ADAMAH wird alle Menschen physisch und mental erreichen und die Vorteile und die Kraft von Bio für Menschen und Natur spürbar machen.

… Überzeugungsarbeit: Überzeugung kann im persönlichen Austausch, in Gesprächen und bei der gemeinsamen Entwicklung von Bio-Produkten erfolgen. ADAMAH kultiviert heuer beispielsweise mit der Landwirtschaftlichen Fachschule Grottenhof diverses BioGemüse.

Mumbai Home Cooking

Beruflich waren Pramod & Priyanka Singnurkar für Mikroelektronik-Unternehmen in der halben Welt unterwegs. Vor vier Jahren kehrten sie High-Tech den Rücken zu und kochen seither im MUMBAI CUISINE in Graz wieder wie ihre Großeltern: traditionell, abwechslungsreich, mit besten Zutaten und rein vegetarisch.

Pramod & Priyanka über …

…sich: Wir waren jahrzehntelang in so genannten „Corporate Jobs“, lebten und arbeiten auf mehreren Kontinenten – davon die letzten 11 Jahre in Graz. Jetzt, wo unsere Kinder weitgehend auf eigenen Beinen stehen, sind wir beide „ausgestiegen“ und haben uns vor vier Jahren mit unserem kleinen Lokal einen Traum erfüllt. Wir wollten authentische indische Hausmannskost anbieten und indische Gastfreundschaft erlebbar machen.

… die Produkte: Bei uns gibt es – neben ein paar ausgewählten indischen Streetfood Spezialitäten (Pav Bhaji, Samosas, Vada Pav), jeden Tag ein anderes vegetarisches bzw. veganes indisches Curry, also ein traditionelles Eintopfgericht. Damit gibt es ausschließlich frisch gekochtes Essen – nichts Aufgewärmtes.

… die westindische Küche: Die Küche Westindiens (Mumbai, vormals Bombay) unterscheidet sich von der in Europa bekannten Küche Nordindiens und ist wesentlich bekömmlicher, leichter und weniger scharf. Unsere Gewürzmischungen machen wir selbst und gehen auf unsere Großeltern zurück. Wir bieten unseren Gästen „home cooked“ food an – also wirklich das gleiche, was wir auch zu Hause kochen würden. Das schätzen vor allem die indischen Studenten, die von der TU gerne rüberkommen und Heimweh haben.

… Tiffins: Bei uns gibt es auch die traditionellen indischen „Tiffin“ (Lunch)boxen, die man sich befüllen lassen kann. Da fällt kein Müll an. In Mumbai sind diese Tiffins nicht aus dem Straßenbild wegzudenken. Wir führen diese in Graz ein und sie erfreuen sich steigender Beliebtheit.

… Guerillas Gusto: Wir bieten an, was unsere Eltern und Großeltern bereits kochten und aßen. Vor der Eröffnung waren wir nicht überzeugt, ob das auch den europäischen Geschmacksknospen munden würde. Wir waren auch nicht sicher, ob rein vegetarisches Küche ankommt. Jetzt wissen wir allerdings, dass wir damit genau den Gusto getroffen haben. Das beweisen die zahlreichen indischen wie europäischen Gäste, die wir jeden Tag bekochen dürfen.

… den Be*Wirt-Faktor: Als wir noch Mikroelektronik designten, bekamen wir kein unmittelbares Feedback vom Kunden. Das ist jetzt anders. Wenn Fremde ins Lokal kommen, wir ihnen eine gesunde und warme Mahlzeit geben und diese dann wieder das Lokal verlassen, bekommen wir eine Rückmeldung und ein Lächeln zurück. Sie gehen als Freunde, bzw. Teil der „Mumbai Cuisine Family“, zu viele hundert Mitglieder hat.

© Gusto Guerilla. All rights reserved. 

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