Der Juniorchef
Venga I Armin Metelko

Der Juniorchef

Mit 14 Jahren hat Armin Metelko das erste Mal in einer Gastroküche gestanden. Heute, mit 24, hat er ein eigenes Lokal, das Ve[n]ga. Das Lokal, die Einrichtung und der kleine Schanigarten tragen Armins Handschrift: liebevoll restauriert oder selbst getischlert. Was ihn an der Gastronomie fasziniert? Das Kochen an sich, die kreative Abwechslung, aber auch: sein eigener Chef sein, sagt Armin. Inspiration holt er sich von überall, beispielsweise aus der arabischen und der südamerikanischen Küche. Alles in vegetarisch oder vegan, versteht sich. 

Armin über …

… großgastronomische Garstigkeiten: Ich koche für die Familie, seit ich 12 bin und mir war bald klar, dass ich das auch beruflich machen will.  Mit 14 stand ich das erste Mal in der Gastroküche, nach Ende der Gastgewerbefachschule ging es richtig los. Ich habe alles ausprobiert: die Touristenküche, die Haubenküche in drei namhaften Wiener Lokalen. Und ich habe in der Großgastronomie viel erlebt: 14-Stunden-Tage, Qualitätsverlust, Beschiss am Kunden. Deshalb habe ich sofort zugesagt, als ich das Lokal hier übernehmen konnte.

… Inspirationsquellen: Ich koche drei verschiedene Gerichte, die jede Woche wechseln. Dabei lasse mich von der ganzen Welt inspirieren, koche zum Beispiel ägyptisches Koshari aus Reis, Linsen und Kichererbsen, oder südamerikanisches Gallo Pinto mit roten oder schwarzen Bohnen. Ich nehme alles, was mir einfällt und koche mit so viel Abwechslung wie möglich.

… vegane-vegetarische Handarbeit: Bei mir sind alle Zutaten frisch und haben eine super Qualität. Manchmal tue ich mir was an, was du normalerweise in vegetarisch oder vegan nicht kriegst, vegetarische Empanadas zum Beispiel. Am Sonntag davor stehe ich den ganzen Tag in der Küche und mache 200 Teigtaschen. Dafür ist am nächsten Tag dann ist richtig viel los. Wenn es solche Spezialitäten gibt, danken dir das auch die Gäste.

… rauf und runter: 2017 habe ich das Venga eröffnet, 2019 war das erste richtig gute Jahr. Auch 2020 hat gut begonnen. Dann kam Corona und mein Mittagsgeschäft brach komplett weg, weil meine Gäste ins Home Office wechselten. Ich musste das Lokal vorübergehend schließen. Zwischendurch wollte ich auch aufgeben, weil es finanziell richtig eng wurde, aber mein Vater hat mich zum Weitermachen ermutigt. Jetzt haben wir wieder geöffnet und langsam kommen die Gäste zurück. Vielleicht wird 2021 ein besseres und 2022 dann wieder ein richtig gutes Jahr.

Nice to meet you

© Gusto Guerilla. All rights reserved. 

Follow Us —