Direktsaft laden
PONA I Anna Abermann

Direktsaft laden

2013 kehrt Anna Abermann mit einer Idee aus der USA zurück, die es hierzulande so nicht gibt: ein g'spritzter Bio-Direktsaft, mit Schale verpresst, ungesüßt und ohne Zusätze. Gemeinsam mit Partnern sucht und findet Anna eine Biokooperative für Zitrusfrüchte und einen Abfüller, der an sie glaubt – nach anfänglichen Zweifeln. Tatsächlich wird die Blase rund um PONA immer größer. Und die einstigen Newbies sind längst PionIerInnen einer neuen Bio-Qualitätsliga am Getränkemarkt.

Anna über …

… lebensverändernden Geschmack: Ich war 2013 in den in den USA unterwegs und wollte mir Konzepte für meinen kleinen feinen Biolebensmittelhandel ansehen, den ich im selben Jahr gegründet hatte. In einem bio daily habe ich einen pink Grapefruitsaft getrunken: ungesüßten Direktsaft in der Glasflasche, ohne Zucker oder andere Zusätze. Das hat mich dann nicht mehr losgelassen.

… die Suche nach Verbündeten: Wieder zuhause haben wir uns auf die Rohstoffsuche begeben und sind in Sizilien bei einer Biokooperative aus 39 KleinbäuerInnen gelandet, die wunderbare Zitrusfrüchte anbaut. Die haben allerdings nur Tafelobst verkauft und wir brauchten es verpresst, am besten direkt nach der Ernte. Und dann haben die wirklich jemanden gefunden, der ihnen gefühlt innerhalb eines Monats ein Presshaus mit Kühlung hingestellt hat. Von dort bekommen wir unseren Direktsaft, direkt mit der Schale verpresst, ohne Zucker und Zusätze. Unseren Bio Apfelsaft bekommen wir von einer Kooperative in Südtirol, die sogar Demeterqualität im Angebot haben und uns eine eigene Mischung aus verschiedenen Sorten zusammenstellt.

… die Angst des Abfüllers: Wir haben einen Abfüller in Kärnten gefunden, der uns noch bei der Abfüllung gesagt hat, „Das wird euch keiner trinken, da müssen wir Zucker zusetzen. Ich hätte einen hier, sogar Biozucker.“ Bis zum Schluss wollte er uns überreden, gerade bei der Orange. Und dass irgendjemand unsere Tarocco Orange trinkt, glaubt er bis heute nicht. Tatsächlich ist das unser meistverkaufte Sorte. 

… Kräuterzauber vs. Getränkeindustrie: Die Rezeptur für neue Getränke entsteht tatsächlich jeweils zuhause oder in unserer Miniküche hier. Später gehen wir dann in die Produktionsküche. Bei unserer Getränkeserie „Ich bin Wasser“ haben wir pro Rezeptur sicher 20 bis 25 verschiedene Versionen gehabt mit jeweils Grammabweichungen bei den Kräutern. In der Getränkebranche macht das kein Mensch so. Die Großen der Branche gehen zu so genannten Aromahäusern und bestellen fixfertige Abmischungen.

… innere Werte: Qualität bei Inhalt und Geschmack geht bei mir über alles andere. Andere Dinge kann ich verbessern, ich kann mein Gebinde nachhaltiger machen oder die Produktion verbessern. Aber meine Glaubwürdigkeit bei Qualität und Geschmack kann ich im Nachhinein nie mehr ändern. Das kauft dir niemand mehr ab. Einwegglas ist nicht nachhaltig, aber derzeit für uns das einzige infrage kommende Gebinde. Und ich habe immer gesagt, wir werden Mehrweg, sobald es irgendwie möglich ist. Aber bevor ich das mache, muss der Inhalt passen. 

 

Nice to meet you

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