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Schlagwort: Streetfodd

König der Bohnen

Oft plagen wir uns hier mit Titeln. Diesmal war es einfach. Denn Ashrafs SYRISCHER IMBISS am Brunnenmarkt heißt offiziell auch KÖNIG DER BOHNEN. Und der Name ist Programm. Denn Ashrafs Falafel sind einfach zum Niederknien. Zusammen mit selbst gemachtem Hummus, Rotkraut, Salat und Tahin wird der Geschmack eines einfachen Sandwichs hier neu definiert. Und das spricht sich am Brunnenmarkt herum. Ashraf kennt wirklich jede/r – und nicht nur dort.

Ahraf (rechts im Bild) über …

… sich: Ich heiße Ashraf Abdullah und bin seit 2014 in Wien. Meinen Imbiss am Brunnenmarkt führe ich seit sechs Jahren. Davor habe ich etwas ganz anderes gemacht, aber irgendwann habe ich hier die Chance gesehen, etwas Eigenes aufzubauen. Ich habe mir den Stand angesehen, überlegt, was an diesem Ort gut funktionieren kann, und mich dann dafür entschieden.

… das Konzept: Bei mir geht es um einfache Dinge, die gut gemacht sein müssen: Falafel, Hummus und frische Zubereitung. Alles wird selbst gemacht. Für mich beginnt Qualität schon bei den Zutaten. Kichererbsen, Tahini, Gewürze – alles muss passen. Nur dann wird auch das Ergebnis gut. Gerade bei Falafel merkt man sofort, ob jemand sauber arbeitet oder nicht.

… das Marktleben: Ich bin jeden Tag selbst da. Für mich ist das wichtig. Wenn der Chef nicht vor Ort ist, funktioniert vieles nicht so gut. Ich kümmere mich um den Betrieb, um die Gäste, um die Mitarbeiter und um alles, was sonst noch dazugehört. Die Arbeit beginnt früh und endet oft erst am Abend. Es ist anstrengend, aber ich mag das. Ich mag es zu arbeiten, und ich mag es, wenn die Leute gerne kommen.

… die Gäste: Zu mir kommen ganz unterschiedliche Menschen. Nicht nur arabische Gäste, sondern ein gemischtes Publikum aus der Nachbarschaft und aus ganz Wien. Im Sommer läuft es besser, im Winter ist es ruhiger, vor allem wenn viel Wind geht und die Leute lieber etwas mitnehmen als draußen zu sitzen.

… Wienliebe: Was mich antreibt, ist die Arbeit selbst und das Gefühl, etwas Eigenes zu haben. Und auch wenn vieles schwer ist, gibt es einen Satz, den ich ganz klar sagen kann: Ich liebe dich, Wien.