Trixi im Glück
Seit 18 Jahren lebt Trixi am Ludwig-Koeßler-Platz im Glück: zunächst im Kleinen Glück, seit acht Jahren gegenüber ZUM NEUEN GLÜCK: ein Original Wiener Tschocherl mit großer Bierauswahl, kleinen Speisen und vielen Stammgästen, die seit Jahren Trixis Gastfreundschaft schätzen.
Weil man gehen sollte, wenn es am Schönsten ist, steht Trixis Nachfolge schon fest: Franziska und Sascha werden bald übernehmen und alles beim Alten lassen – mit neuen Ideen. Was aber bleibt: ein Grätzlbeisl, wo jede:r willkommen ist, solange die Regeln des Anstands eingehalten werden.
Trixi (Mitte), Franziska und Sascha über…
… Zum neuen Glück: Das Zum neuen Glück ist ein kleines Grätzlbeisl. Trixi ist seit fast 18 Jahren hier am Platz und seit acht Jahren im Neuen Glück. Jetzt geht es langsam in Richtung Übergabe: In einem Jahr sollen Franziska und Sascha übernehmen. Der Name bleibt, und genau das ist wichtig. Es soll weitergehen.
… die Übergabe: Für uns ist der Reiz, dass das Lokal schon eine Geschichte und eine Stammkundschaft hat. Es ist kein Ort, den man komplett neu erfinden muss. Viele Gäste kennen wir schon, viele wohnen in der Gegend. Es ist familiär, und genau das macht die Arbeit schön. Man kommt nicht einfach nur in einen Job, sondern in ein Umfeld, das schon lebt.
… Sascha: Ich bin gelernter Schlosser und arbeite schon lange in meinem Beruf. Im Lokal habe ich zuerst eher nebenbei angefangen, an Wochenenden. Aber es hat mir Spaß gemacht: mit den Leuten reden, sie wiedersehen, Teil von dieser Familie werden. Für mich ist das Arbeit, die sich nicht nur wie Arbeit anfühlt.
… das Grätzlbeisl: Rundherum sperrt viel zu, und genau deshalb ist es wichtig, dass solche Orte bleiben. Ein kleines österreichisches Beisl, ein Lokal fürs Grätzl, wo man einander kennt und wo man einfach hingehen kann. Es geht nicht darum, jedem Trend nachzulaufen. Es geht darum, ein zweites Wohnzimmer zu sein.
… Familie: Unsere Hymne ist frei nach Peter Alexander: „Wir sind eine große Familie“. Das trifft es ziemlich gut. Natürlich braucht ein Lokal auch neues Publikum, nur von Stammgästen allein kann man auf Dauer nicht leben. Aber der Kern bleibt: Die Leute sollen sich kennen, miteinander reden und sich wohlfühlen. Die Familie soll größer werden, nicht verschwinden.
… neue Ideen: Es soll weiterhin klassisch und gemütlich bleiben, aber es darf auch neue Dinge geben. Im Winter funktionieren zum Beispiel 80er- und 90er-Partys gut. Auch der Gastgarten wird wichtig bleiben. Wir wollen das Lokal nicht verbiegen, aber schon schauen, was zu uns passt und was die Leute gerne annehmen.
… Willkommen sein: Bei uns ist jede:r willkommen, solange man sich benimmt. Es ist egal, woher jemand kommt oder wer jemand ist. Wenn man sich respektvoll verhält, passt es. Wenn nicht, ist man schneller draußen, als man glaubt. Das ist wie daheim: Wenn sich jemand nicht benehmen kann, lässt man ihn auch nicht in der Wohnung.
… Sicherheit: Uns ist wichtig, dass sich alle wohlfühlen können, auch Frauen und Damengruppen. Wenn jemand eine Grenze überschreitet, wird eingeschritten. Zuerst versucht man zu schlichten, aber wenn es nicht anders geht, muss jemand raus. Es soll kein Ort sein, an dem jemand angepöbelt oder belästigt wird.
… die Stammgäste: Viele wissen selbst, wann es genug ist. Manche sagen dann: Ich habe schon zu viel, ich gehe lieber. Das gehört auch zu so einem Familiengefühl. Man kennt einander, man spürt die Grenzen und weiß, wie weit man gehen kann. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber grundsätzlich sind die Gäste gemütlich.
… Bargeld: Bei uns gibt es nur Bargeld. Kartenzahlung hatten wir einmal, aber bei kleinen Beträgen hat sich das nicht ausgezahlt. Gerade wenn wenig konsumiert wird, bleibt am Ende zu wenig übrig. Deshalb ist es wichtig, dass die Gäste wissen: Bitte Bargeld mitnehmen.
… Essen: Eine große Küche gibt es nicht. Es gibt kleine Speisen, die gut vorbereitbar sind – zum Beispiel Würstel oder Toast. Es geht nicht um ein großes Speisenkonzept, sondern um das, was zu einem Beisl passt: unkompliziert, aber gut.
… den Gastgarten: Der Platz draußen ist schön, und der Gastgarten soll auf jeden Fall eine Rolle spielen. Gleichzeitig muss man natürlich auf die Nachbarschaft schauen. Musik und Lautstärke sind ein Thema, da braucht es Fingerspitzengefühl. Es soll lebendig sein, aber so, dass es funktioniert.
… Musik: Musik gehört dazu, aber sie muss zum Lokal und zu den Gästen passen. Man kann fragen, was die Leute gern hören, und dann schauen, was funktioniert. Es muss nicht ein fixes Programm sein. Wenn Schlager passt, dann passt Schlager. Wenn gemischte Musik besser funktioniert, dann wird es gemischt.
… die Zukunft: Das Zum neuen Glück soll bleiben, was es ist: ein familiäres Grätzlbeisl. Gleichzeitig darf es sich weiterentwickeln. Es geht darum, den Charakter zu erhalten und trotzdem offen zu bleiben für neue Gäste, neue Ideen und die nächste Generation.
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