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Mezze Mediterrané
SHAKO MAAKO: Der libanesische Küche ver…

Mezze Mediterrané

SHAKO MAAKO: Der libanesische Küche verdanken wir neben generell großartigen orientalischen Gerichten auch zwei originäre Rezepte – Baba Ganoush, ein Püree aus gegrillten Melanzani, und Taboulé, einen Salat aus vornehmlich Petersilie. Dass es beides im Shako Maako gibt verdanken wir Nowars Frau, die aus dem Libanon stammt. 

Die Top-Qualität von Schawarma, den ebenfalls libanesischen Kibbeh – frittierten, äh, Krapfen aus Bulgur und Faschiertem – Falafel & Co. verdanken wir wiederum Nowar selbst. Der Selfmademan mit österreichisch-irakischen Wurzeln achtet täglich darauf, dass sich Qualität und Preis die Waage halten. In Zeiten gestiegener Lebensmittelpreise keine leichte Aufgabe. Shako Mako heißt übrigens: „Was geht!?“

Nowar über …

… sich: Ich heiße Nowar Alwarzan und bin seit 1991 in der Gastronomie. Angefangen habe ich als Kellner, damals noch in einem türkischen Lokal. Dass ich später bei der libanesischen Küche gelandet bin, hat auch mit meiner Frau zu tun, die aus dem Libanon kommt. So ist die Idee entstanden, selbst ein Konzept aufzubauen, das sich auf libanesische Gerichte konzentriert und punktuell auch Einflüsse aus anderen Küchen aufnimmt.

… die libanesische Küche: An der libanesischen Küche gefällt mir vor allem ihre Vielfalt. Sie lebt stark von Vorspeisen, Aufstrichen, Salaten und kleinen Gerichten, also Mezze, die man gut teilen kann. Viele Speisen sind leicht, unkompliziert und alltagstauglich. Im Unterschied dazu ist die irakische Küche meiner Heimat oft kräftiger und stärker auf Hauptgerichte ausgerichtet. Im Shako Maako uns geht es viel um Hummus, Foul, Baba Ghanoush, Falafel, Grillgerichte und verschiedene kleine Teller, die man auch gut zwischendurch essen kann.

… den Alltag: Unser Lokal gibt es seit rund drei Jahren, dazu kommt noch eine zweite, kleinere Filiale in der Walfischgasse. Mein Alltag spielt sich deshalb oft zwischen beiden Standorten ab. Ich koche selbst mit, bereite vor, springe ein, wenn jemand fehlt, und kümmere mich daneben auch um die Dinge, die im Hintergrund laufen. Gerade dieser Teil ist oft anstrengender, als viele glauben: Buchhaltung, Abgaben, Organisation, Einkauf und die laufende Abstimmung mit dem Personal.

… die Herausforderungen: Die Arbeit in der Gastronomie ist körperlich hart, und einfacher wird sie nicht. Am schwierigsten ist es, verlässliche Mitarbeiter zu finden. Dazu kommen die gestiegenen Preise bei Lebensmitteln, Energie, Mieten und Fixkosten. Viele Lokale sind voll und geraten trotzdem unter Druck, weil sich das Geschäft wirtschaftlich kaum noch ausgeht. Gerade kleinere Betriebe spüren das stark. Wenn dann noch hohe Mieten und hohe Lohnnebenkosten dazukommen, wird der Spielraum sehr klein.

… den Qualitätsanspruch: Trotzdem versuche ich, das Angebot so zu gestalten, dass die Preise für Gäste nachvollziehbar bleiben. Ein gutes Essen kostet heute mehr als früher, aber es muss trotzdem in einem Rahmen bleiben. Genau das ist für mich eine der großen Aufgaben: Qualität halten, vernünftig kalkulieren und trotzdem ein Lokal führen, in das die Leute gern kommen.

… Wien: Für mich ist die libanesische Küche nach wie vor etwas, das in Wien seinen Platz gefunden hat und gleichzeitig noch Luft nach oben hat. Sie ist vielseitig, zugänglich und passt gut in eine Stadt, in der viele Menschen gern neue Geschmäcker entdecken, ohne dass es kompliziert werden muss.

Nice to meet you