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Schlagwort: Bar

Krawall & Cocktails

Die KRAWALL BAR liegt nicht nur mitten in der superangesagten Zollergasse. Sie ist auf drei Ebenen abwärts auch eine Spielwiese für die Barszene, in der alles verbaut wurde, was gut und teuer ist. Bespielt wird die Krawall Bar von Marvin, Adrian und einem kleinen, engagiertem Team. Die beiden kommen aus der internationalen Barkeeper-Bubble und haben sich bei diversen Wettbewerben bereits einen Namen gemacht.

Es gibt beliebte Cocktails wie Palomas und Signature-Cocktails wie den Krawall Martini 1.0 mit Vodka, Gin, Sesam, Weinblatt, Dry Vermouth, Paprika und Olivenöl – das ist dann schon eine hochkomplexe Angelegenheit. Dazu gibt es Sandwiches wie Italian Stallion mit Sauerteigbrot, Mortadella, Stracciatella, Rucola, Krawall Giardiniera Mix und Lemon Mustard. Alles gut durchdacht. Aber letztlich zähle der Spaß an der Arbeit und die Liebe zum Hosting, sagt Marvin.

Marvin über…

… die Krawall Bar: Ich bin Marvin Felsberger und habe die Krawall Bar gemeinsam mit Adrian Zach gegründet. Wir haben beide schon länger in der Gastronomie gearbeitet, uns in der Barszene kennengelernt und irgendwann gesagt: Eigentlich könnten wir das, was wir machen wollen, auch selbst machen. Dann hat sich diese Location in der Zollergasse ergeben. Die Gegend hat gut zu uns gepasst, vom Zeitgeist, vom Publikum und auch privat, weil wir viel hier unterwegs waren. 

… den Ausbau: Vorher war hier ein Friseursalon. Den unteren Stock haben wir komplett ausgegraben, da war am Anfang im Grunde nichts. Wir haben dann ein Jahr lang sehr viel selbst gemacht: Fliesen, Wände, Lampen, viele Details. Nicht alles ist perfekt, aber es steckt viel Leidenschaft drin. Genau das macht den Laden für mich auch aus.

… den Anspruch: Wir wollten einen Ort machen, an dem man hohe Qualität bekommt, aber ohne steife Attitüde. Gastronomie ist für uns nicht nur Saufen. Es geht um gute Produkte, Handwerk, Gastfreundschaft und auch darum, zu zeigen, dass Gastronomie etwas Schönes sein kann. Gerade jungen Leuten, die vielleicht nicht aus der Branche kommen, wollen wir vermitteln, dass da viel mehr dahintersteckt.

… Minimal Waste: Wir versuchen, so wenig wie möglich wegzuwerfen. Für unsere Palomas machen wir zum Beispiel lactofermentiertes Brombeersalz. Wir machen einen Ananas/Kardamon-Cordial und aus Ananasresten entsteht ein hausgemachter Tepache. Bei Zitrusfrüchten versuchen wir, die ganze Frucht zu verwenden. Das ist mehr Arbeit, aber es entspricht unserem Anspruch. Wir könnten manche Dinge einfacher machen, aber dann wäre es nicht das, was wir machen wollen.

… Drinks und Karte: Bei der neuen Karte geht es stärker in Richtung Sommerdrinks: fruchtiger, leichter, saisonaler. Wichtig ist uns auch, dass sich das ganze Team einbringen kann. Die erste Karte war noch sehr stark von uns geprägt, jetzt wollen wir, dass alle mehr Input geben. Wenn Leute kreativ sind und Herzblut haben, sollen sie hier auch etwas daraus machen können.

… Essen und Trinken: Oben geht es bei uns in Richtung französische Bistrothek. Es gibt Wein, Bier, Aperitivo-Drinks und kleine Barfoods. Abends wird es stärker Bar, am Wochenende auch bis spät. Zum Essen haben wir zum Beispiel Gildas mit Sardellen, Pfefferoni und Oliven, verschiedene Oliven, Chips und Sandwiches. Vieles machen wir selbst, soweit es realistisch möglich ist.

… die Sandwiches: Ich mag alle Sandwiches sehr gern. Das Pastrami macht schon Spaß, aber im Sommer geht auch der Italian Stallion sehr gut. Der geht ein bisschen in eine Mezze-Richtung, mit Straciatella, Tomate und eingelegten Gemüsesachen. Wir schauen, was zur Saison passt, und machen so viel wie möglich selbst. Nur beim Schinken sind wir noch nicht so weit, dass wir ihn auch selber machen.

… die Bar-Szene: Ich komme ursprünglich aus Kärnten, habe in der Gastronomie und Hotellerie begonnen, eine Barausbildung in London gemacht und später in Wien in Bars gearbeitet. In der Barszene lernt man viel, wenn man offen bleibt: bei Events, Competitions, Guestshifts und durch andere Menschen, die richtig gut sind in dem, was sie tun. Dieses Weiterlernen ist uns wichtig.

… Adrian: Adrian ist bei uns sehr stark der kreative Kopf in der Bar. Er kümmert sich viel um die kreative Ausführung, Drinks und Ideen. Ich mache mehr die administrative Seite und schaue, dass Dinge funktionieren: Karte, Preise, Abläufe, Organisation. Ich glaube, genau deshalb funktioniert es mit uns gut. Wir machen nicht beide dasselbe, sondern ergänzen uns.

… das Team: Viele aus unserem Team kennen wir schon aus früheren Stationen. Uns ist wichtig, dass alle mitwachsen können. Die Leute sollen nicht nur hier arbeiten, sondern sich einbringen, Ideen entwickeln und dazulernen. Wir machen Schulungen, wollen gemeinsam andere Orte anschauen und uns als Team weiterentwickeln.

… Events und Kooperationen: Wir haben viele Ideen in der Pipeline: Events, Kooperationen, Austausch mit anderen Leuten aus der Szene. Manchmal sagen wir fast zu viel zu, weil der Drive gerade groß ist. Aber genau das macht auch Spaß. Wir wollen nicht stehen bleiben, sondern Schritt für Schritt etwas aufbauen.

… den Sonntag: Am Sonntag stehen Adrian und ich oft selbst im Lokal. Dann ist das fast wie unser Wohnzimmer. Wir hängen ab, reden mit den Leuten, das Team schaut vorbei, es ist entspannt. Genau solche Tage zeigen mir, warum ich das mache. Es kommen Menschen, haben Spaß mit uns, und aus dem Lokal wird mehr als nur ein Arbeitsplatz.

… den Antrieb: Für mich ist die Krawall Bar ein Leidenschaftsprojekt. Ich will etwas schaffen, auf das ich in ein paar Jahren zurückschauen und sagen kann: Das war gut, das war ehrlich, das haben wir richtig gemacht. Es geht nicht nur darum, Geld zu verdienen. Es geht darum, etwas Eigenes aufzubauen, auf das wir stolz sein können.