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Schlagwort: Cafe

Eis, Eis Baby!

Am Anfang stand der Wunsch, einfach richtig gutes Eis zu machen. Aus der Idee wurde ein Küchenexperiment, wurde ein Eisgeschäft, wurden zwei Eisgeschäfte. Wir freuen uns, dass wir Lisa und Giorgio Leone von Leones Gelato im Programm haben. Weil ihr Eis so einmalig und so fantastisch gut ist, dass wir dafür quer durch die Stadt fahren würden. Müssen wir aber nicht.

Lisa über …

… voll Milch, voll Nuss, voll bio: Bei Leones achten wir darauf, dass wir möglichst unverarbeitete Produkte verwenden. Unsere Haselnüsse bekommen wir im Ganzen von einem kleinen Bio-Familienbetrieb aus dem Piemont. Unsere Milch ist auch bio und kommt im Direktvertrieb vom Milchof Koppensteiner aus dem Waldviertel. Sie wird in Glasflaschen abgefüllt und ist unhomogenisiert, das Fett wird also nicht abgeschöpft. Unsere Pistazien aus einem Familienbetrieb in Bronte in Sizilien rösten wir selbst. Wo immer es geht, verwenden wir Bio-Rohstoffe.

… voll naiv: Giorgio und ich haben spaßeshalber einen einwöchigen Eiskurs in Bologna belegt. Danach haben wir uns nebenbei mit dem Eismachen beschäftigt. Wir hatten damals eine Werbeagentur und unsere DesignerInnen gebeten, ein Logo zu entwickeln. Irgendwann fehlte nur noch das Lokal. Im ersten Geschäft in der Lange Gasse hat Giorgo zunächst verkauft und gleichzeitig Eis gemacht. Er war sein einziger Mitarbeiter. In den ersten 2 Wochen hat es glücklicherweise geregnet, dann kam die Sonne raus und wir wurden überrannt. Am Anfang waren wir schon recht naiv.

… voll kompliziert:  Die Logistik ist schwierig. An einem schönen Tag wird etwa zehn Mal mehr Eis gegessen als an anderen Tagen. Wir müssen unsere Produktionsplanung täglich anpassen. Wir machen Wettervorherplanungs- und Bedarfsanalysen. Wir schauen uns jeden Tag das Wetter an und machen Hochrechnungen. Wenn alle Geschäfte geschlossen haben, beginnt Giorgio ab 23 Uhr mit der Eisplanung für den nächsten Tag. Bis ein Uhr früh sind wir eigentlich täglich gut beschäftigt.

… voll hart, voll schön: Eis machen ist harte Arbeit und am Anfang haben wir uns das sicher romantischer vorgestellt. Trotzdem würden wir nicht tauschen wollen. In der Werbebranche, aus der wir kommen, bist du sehr virtuell unterwegs und es geht ums Verkaufen von Werten. Jetzt produzieren wir etwas Echtes, das Menschen Freude bereitet, die du sehen kannst und die sie dir widerspiegeln. Außerdem essen wir unser Eis gerne selbst und könnten uns nicht mehr vorstellen, darauf verzichten zu müssen.

Vini´s Veinstes

Gemeinsam mit ihrer Tochter Annemarie betreibt Gabriela Kucerova die Konditorei OMAS BACKSTUBE am Augartenspitz in der Leopoldstadt. Das traditionelle Backen hat Gabriela als Jugendliche von ihrer mährischen Großmutter gelernt. 

Der Zeit und den Ernährungswünschen Ihrer KundInnen angepasst wird ausschließlich vegan gebacken und nur Dinkelmehl verwendet. Das Ergebnis sind verschiedenste Torten und Kuchen aus leichten Cremen und saftigen Tortenböden, verziert mit saisonalen Früchten. Geliefert wird in ganz Wien. 

Gabriela über …

… veganen soft launch:  Vor vier Jahren waren wir auf der Veganmania mit vier Tortenvarianten vertreten, das war ein großer Erfolg. Nach der Veranstaltung sind viele TeilnehmerInnen zu uns gekommen und haben gefragt, was wir noch vegan anbieten. Das war der Startschuss zu unserer Umstellung auf vegan und gesund.

Ich bin meinem Handwerk treu geblieben und habe einfach nur auf tierische Zutaten verzichtet und die KundInnen haben es oft gar nicht bemerkt. Das ist mein Zugang. Ich will mit Geschmack überzeugen.

… Ausprobieren, bis es passt:  Ich habe die Teige so lange bearbeitet, bis sie die richtige Konsistenz hatten, dann ging das schnell. Die Milch ersetzt man durch Kokosmilch und Wasser, Eier braucht man nicht unbedingt. Ei bindet zwar, aber Mehl und Wasser auch.

Durch unsere KundInnen wurde ich auf laktosefrei, zuckerfrei, glutenfrei aufmerksam und habe so mein Angebot an die KundInnenwünsche angepasst, was konnte uns Besseres passieren?

Heute haben wir neben unserem frischem Backwerk vegane Aufstriche von der Firma Hiel, Wasser aus den Tiroler Bergen von Montes, Tirola Kola und sogar ein Flascherl vegan produzierten Wein oder Sekt im Sortiment.

… Hauptsache g’sund: Meine Schwiegermutter hat sich zuckerfreien Apfelstrudel gewünscht, weil sie als Diabetikerin auf nichts verzichten wollte. So entstand unser Apfelstrudel ohne Zucker aus besten Äpfeln. Unser Dinkelmehl ist zwar hochpreisig, jedoch sehr bekömmlich und genau so saftig wie ich es für meine Ware brauche. Der Körper kann es vollständig verarbeiten.

Über Jahre habe ich unsere Produkte so entwickeln können daß sie geschmacklich einzigartig sind und ich habe ProduzentInnen gefunden, die uns beste Produktqualität garantieren. Immer leicht, topfrisch und möglichst aus Wien bzw. Österreich.

Mixed Latte Arts

In Rumänien jonglierte Ali Vogel mit Flaschen in Cocktailbars. Dann zieht er nach Wien und wird Latte Arts-Barista – also Profi in der Kunst des Milschaum musterns. Jetzt hat Ali mit dem VOGEL KAFFEE (vormals Cowome) im Nordbahnviertel sein erstes Lokal aufgesperrt.

Zu bieten hat es hervorragenden Kaffee vom Meister persönlich und 20 handverlesene Bohnenröstungen für Zuhause, fair gehandelt und auch in Bio. Alis Frau versorgt die Hood mit täglich frisch gemachten Topfentorten in regionaler Bioqualität. Eine runde Sache im und für das Grätzl.

Ali über …

… sich: In Rumänien habe ich jahrelang als Barkeeper in der Partyszene gejobbt: auf und hinter der Bar mit Flaschen jonglieren und Cocktails mixen, das volle Programm. Irgendwann war mir das zu anstrengend und ich bin Barista geworden. Latte Art, also die Kunst des Mustergießens mit geschäumter Milch, habe ich mir selbst beigebracht. Der entscheidende Durchbruch war 2018 bei einem Wettbewerb in Deutschland, wo ich den ersten Platz belegte. Danach kannte mich jeder in der Szene.

… das Lokal & die Hood: Das Cowome ist der Traum, den ich mir immer erfüllen wollte: mein eigenes Café. Für den Standort habe ich lange in Bobo-Bezirken gesucht und bin schließlich doch im Nordbahnviertel gelandet. Ich finde, überall sollte guter Kaffee getrunken werden. Die Gegend kenne ich schon lange, unsere erste Wohnung war in der Vorgartenstraße. Es ist einfach eine tolle Neighbourhood, hier helfen wir uns alle gegenseitig.

… persönliche Produkte I: Mir ist sehr wichtig, dass ich weiß, woher meine Produkte kommen. Bei den Kaffeebohnen kenne ich die Kooperativen und ProduzentInnen fast alle persönlich von Kaffee Events. Unsere wirklich sehr guten Cheesecakes macht meine Frau täglich frisch. Die Milch und der Topfen dafür kommen aus Niederösterreich. Die Bio Eier beziehen wir von einem Bauern aus dem Waldviertel in super Qualität.

… persönliche Produkte II: Ich habe immer mindestens 20 Kaffeesorten im Geschäft. Alles sind entweder direct trade und /oder Bio und Faitrade. Die Röstungen kommen von KleinrösterInnen in Österreich. Ich habe auch sehr fruchtige Arabica-Sorten im Programm. Sie sind etwas dunkler geröstet, denn sonst schmecken sie für den ungewohnten Gaumen zu säuerlich.