Ein Stück vom Glück
Vom Hobby zur Top-Adresse: Pam kam ohne Plan nach Wien – und wurde zur Gastgeberin mit Google-Ranking-Spitze. In ihrer MALI THAI Küche im 23. Bezirk kocht sie authentisches Essen aus Nordostthailand. Und als Veranstalterin des Thai Music & Streetfood Festivals bringt sie mindestens einmal im Jahr den Prater zum Dampfen. Ihre Geschichte ist ein Beweis dafür, was aus Leidenschaft entstehen kann.
Pam über sich:
Ich bin Pam – so nennt man mich in Thailand, weil wir alle Spitznamen haben. Ursprünglich komme ich aus Khon Kaen im Nordosten des Landes. Gekocht habe ich schon immer gerne, aber in Thailand war das nur ein Hobby. Erst hier in Wien habe ich angefangen, daraus etwas zu machen.
Mein Restaurant heißt Mali Thai Küche. Mali heißt „Jasmin“ – wie der Hom Mali Reis aus Thailand. Ich koche mit Originalzutaten und bringe die Gerichte aus meiner Heimat auf den Teller: Pad Thai, vegetarische Frühlingsrollen, Eistee – ehrliche Gerichte in Top-Qualität. Das bringt mir zufriedene Gäste.
Früher wusste ich nicht, wohin mit mir. Ich bin zur Schule gegangen, habe nachmittags in Thai-Restaurants zugeschaut und gemerkt: Kochen könnte mein Weg sein. Viele Thailänderinnen in Wien arbeiten entweder in der Massage oder Gastronomie – und ich habe mich für die Küche entschieden. Aber ich musste alles von Grund auf lernen: Wie man vorbereitet, aufräumt, lagert. Ich habe jeden Abend neu gekocht, weil ich nicht wusste, wie man richtig plant. Freunde haben mir geholfen, mir Tricks gezeigt. Ich bin hineingewachsen.
Dann kam Corona – und plötzlich hatte ich Kundschaft. Viele Lokale machten zu, ich blieb offen. Plötzlich wollten alle mein Essen probieren. Ich war allein im Lokal, hatte nur einen Fahrer und eine Freundin, die abends zum Putzen kam. Das war hart – aber es hat sich gelohnt. Heute sagen die Leute, ich hätte die besten Bewertungen auf Google.
Was mir besonders am Herzen liegt: das Thai Music & Streetfood Festival im Wiener Prater. Ich habe es ins Leben gerufen, weil ich Thai-Kultur sichtbar machen wollte – nicht nur das Essen, sondern auch Musik, Tanz, Begegnung. Das Festival ist jedes Jahr gewachsen und heute eines der größten Thai-Events in Wien. Es bringt Menschen zusammen, zeigt Vielfalt – und macht einfach Freude.
Heute – nach über fünf Jahren – kann ich sagen: Ich habe alles durch Tun gelernt. Ich bin nicht perfekt, aber ich gebe immer mein Bestes. Für meine Gäste, für mein Team – und für das kleine Stück Thailand, das wir hier gemeinsam aufgebaut haben. Kochen ist für uns in Thailand und generell in Asien sehr wichtig. Und es stimmt – mit Kochen kannst du ein kleines Stück Glück weitergeben.