Autor: Stefan Knoll

Alle Infos zur Mon á Mur-Tour am 2. Juli

Die Mon á Mur Tour 2.0  am 2. Juli von 11 bis 18 Uhr rückt näher. Die WirtInnen und ProduzentInnen freuen sich schon auf dich.

Vergiss nicht: Ziel ist ein entspannter und einmaliger Genusstag. Dabei ist es nicht wichtig, ob du alle Stationen schaffst oder nicht. Abzweigen, hängenbleiben – Hauptsache gut! 

Bitte trage dein Armband am 2. Juli während der Tour von 11 bis 18 Uhr gut sichtbar am Handgelenk. Achte bitte auch auf eine dem Wetter entsprechende Kleidung.

Wir haben diesmal viele Highlights und feiern unsere ProduzentInnen:

  • im Hof des Graz Museums ist ein kleiner GG-Marktplatz mit drei TOP-ProduzentInnen und ihren Produkten. Außerdem wieder im Programm: der kostenlose Eintritt in die Ausstellung „Hätte, hätte, Fahrradkette…“
  • die Steig‘ und das Gscheft sind alte Bekannte – mit komplett neuen regionalen Produkten und ProduzentInnen
  • s’Fachl präsentiert diesmal wieder junge ProduzentInnen – etwa Bettilicious mit ihren Energy Bites.

Interessant – wenn auch NICHT Teil der Tour: der Bio-Markt „Alpe Adria“ (mit 12 ProduzentInnen) am Hier-ist-Platz vor dem Gscheft – mit Musik.

So lädst du die Route auf dein Smartphone

Du hast zwei Möglichkeiten, um die Route auf dein Smartphone zu laden:
  • Wir empfehlen die sehr feine Fahrrad-APP unserer Grazer Kooperationspartners BIKE CITIZENS. Den kostenlosen Premium-Zugang für drei Monate (ohne Bindung) kannst du HIER herunterladen.
    Wie du die Route anschließend sehr einfach aktivierst, erfährst du HIER.

  • Unsere Route gibt es auch für Google Maps und zwar hier HIER. Aktivieren musst du sie vorab am Desktop. Wie das geht, erfährst du HIER.


Bitte beachte: Unsere Route ist ein liebevoll erstellter Vorschlag. Du kannst dir auch jederzeit deine eigene Route erstellen. 

Liste der Lokale und ProduzentInnen

1.) Adamah Biohof im Graz Museum
(mit Rad Ausstellung) […]
Herrlichen Bio Pestos und andere Überraschungen
Sackstraße 18

2.) Decleva’s Alpenfisch im Graz Museum […]
Bio Fischleberkäse
Sackstraße 18

3.) Farmento  im Graz Museum […]
Frisches Nattō aus regionalen Bio-Sojabohnen
Sackstraße 18

4.) El Pincho […]
Pinchos: Nordspanische Spießchen
Josefigasse 1

5.) Gscheft […]
Lupinen-Käferbohnen Chili und Miesmuscheln in Weißweinsud
Mariahilferstraße 32

6.) Gut Schlossberg
Erlesene Kostproben im Barockschlössl (regional total)
Am Fuße des Schlossberges 3

7.) Il Pastaio […]
Panini mit Antipasti, Prosciutto
Schlögelgasse 3

8.) Miria […]
Bio-Veganes Pop-up Catering
Griesgasse 8

9.) Mumbai Cuisine […]
Indische Hausmannskost
Stremayrgasse 6

10.) s’Fachl feat. Grazer ProduzentInnen […]
Grazer Uhrturmnudeln mit Pesto von Taschler
Herrengasse 13

11.) Bettilicious – Healthy Soulfood im s’Fachl […]
Energy Bites auf Dattel-Basis
Herrengasse 13

12.) Susas Mus […]
Süßes zum Löffeln 
Heinrichstraße 4

13.) V+M Die Steig’n […]
Steirische Falafel aus Roggensauerteig mit Bio-Joghurt-Dip scharf/mild und Bio Nackthafer- Risotto Salat
Zinzendorfgasse 5

Praktisch wild

Versorgt vom kristallklaren Gebirgswasser des Hochschwab-Massivs, können Forellen und Saiblinge bei DECLEVAS ALPENFISCH in naturnahen Teichen über zwei bis drei Jahre lang heranwachsen. Klaus Declevas Fische sind BIO-zertifiziert und schmecken dank artgerechter Haltung in Quellwasser praktisch wie wild gefangen.

Klaus über …

… die Zucht: Ich habe die Fischzucht im schönen Mariazellerland im Jahr 2017 übernommen. Ich wollte immer Fische züchten, die ich selbst mit Begeisterung essen möchte und die sich geschmacklich vom Wildfang praktisch nicht unterscheiden. Hier haben wir beste Bedingungen für unsere Bio-Forelle. Die wichtigste: unser frisches Gebirgswasser vom Hochschwab, das unsere Fischteiche ganzjährig mit 6,5 Grad kühlen kristallklaren Lebensraum versorgt.

… die Fische: Unsere Forellen und Saiblinge werden artgerecht gehalten: Sie können zwei bis drei Jahre lang heranwachsen – mit zertifiziertem Bio-Futter und Nährstoffen aus natürlichem Bachwasser, bevor sie abgefischt werden. Unsere Teiche ähneln natürlichen Bachläufen mit starken Strömungen, einem kleinem Wasserfall und Gumpen als Ruhezonen. Wir sind Bio-zertifiziert, wir produzieren CO2 neutral und wir versuchen uns ständig zu verbessern.

… das Sortiment: Wir versuchen uns ständig weiterzuentwickeln. Es macht auch Spaß, immer wieder neue Produkte ins Sortiment zu nehmen. Unser neuestes Produkt ist Bio-Fisch-Leberkäse. Wir haben auch Würstel vom Bio-Saibling oder Tatar von der Bio-Forelle. Unser Klassiker ist aber der frische Fisch, den wir im Kühlversand über die Post problemlos bis zur Haustür verschicken. Dafür werden unsere Fische bei jeder Bestellung frisch abgefischt.

… seinen Job: Das tolle an meiner Berufung: Ich arbeite in einer der schönsten Landschaften Österreichs und züchte Fische, die Menschen begeistern. Das hat schon was.

 

Verdattelt

BETTILICIOUS aka Bettina Ganglberger beschäftigt sich schon länger mit gesundem Essen – als Food-Bloggerin und neuerdings mit einer eigenen zuckerfreien und pflanzenbasierten Produktlinie. Herzstück der gesunden Kost sind vegane „Energy Bites“.
 
Für GG kann sich Bettina im Grazer s’FACHL präsentieren. „Fachlmeister“ Markus Groß (Bild li.) gibt vor allem neuen Food-UnternehmerInnen in der Top Adresse Herrengasse eine Plattform für ihre Produkte.

Bettina über …

… sich: Gesunde Ernährung und nachhaltiger Lebensstil haben mich schon lange beschäftigt. Seit drei Jahren habe ich einen Food-Blog mit Rezepten – zunächst auf Social Media, mittlerweile mit eigener Webseite. Dort habe ich zunächst vor allem Rezepte gebloggt. Bald kam die Idee zu einer eigenen Produktlinie – den Energy Bites.
 
… die Produkte: Meine Energy Bites enthalten einhundert Prozent natürliche und vegane Inhaltsstoffe, ohne viel Schnick-Schnack. Sie liefern anhaltende Energie mit der Power der Dattel. Meine Granola-Miachungen für ein perfekten Crunch zum Frühstück enthalten schonend geröstetes Urkorngetreide, wertvolle Leinsamen, gehackte Mandeln und Sonnenblumenkerne – und natürlich die Power der Dattel.
 
… den BeWirt*-Faktor: Mein Ziel ist es, Personen mit meinen Rezepten zu inspirieren und zu motivieren einfach selber Dinge auszuprobieren und im schönsten Fall können die daraus entstandenen Gerichte dir auch ein Lächeln auf das Gesicht zaubern. 

Spanisch-Steirische Fusionskost

In Graz und speziell am Lendplatz kennt man Markus Leskovar als „Maui“. In der Grazer Event- und Gastro-Szene hat Maui schon zahlreiche Projekte umgesetzt. Das neueste ist EL PINCHO: baskische bzw. nordspanische Tapas, die mit einem Spieß (spanisch „Pincho“) auf einem Stück Brot festgemacht werden.

Markus alias Maui über …

… den Erstkontakt: Im Laufe meiner langen Gastro-Karriere habe ich auch eineinhalb Jahre in einer Bodega im Baskenland gearbeitet. Damals habe ich  Pinchos kennen und lieben gelernt – in dieser Region ein kultiges Nationalgericht. Und damals habe ich mir schon gedacht: Irgendwann bringe ich die Pinchos nach Graz.

… das Pincho-Prinzip: Der Pincho ist eine kleine Mahlzeit, die in Kneipen und Gaststätten zu einem Getränk verzehrt wird. Pinchos ähneln klassischen Tapas – also Fingerfood-Schmankerln. Den Unterschied macht die Darreichungsweise: Der Name Pincho stammt von dem spanischen Wort für „Spieß“, denn häufig werden Zahnstocher oder kleine Holzspieße verwendet, um Pincho-Komponenten zusammenzuhalten oder die Pincho-Auflage auf einer Brotscheibe zu halten. 

… den steirischen Einschlag: Meine Pinchos haben auch etwas typisch Steirisches: Ich bringe  das baskische Konzept der Pinchos mit regionalen Zutaten zusammen. Dass ergibt einzigartige Kreationen, zum Beispiel Blunz’n und Garnele oder Pinchos mit Knödel und Kürbiskernöl oder Serrano und karamellisierte Pflaume. 

… mobile Genüsse: Den Großteil meiner Zutaten finde ich am lokalen Bauernmarkt und verfeinere diese in meiner Küche. Dazu gibt es eine reiche Auswahl an Drinks, Bieren und ausgesuchten Weine vom Weingut Maitz und Josef Pugl, sowie natürlich auch spanische Weine.
Genießen kann man die Pinchos an der Bar, im Lokal, vor dem Lokal im Trubel des Lendplatzes oder „to go“. 

Alle Infos zur Funky Food-Tour – hosted by Radio Superfly FM

Die Funky Food Tourhosted by Radio Superfly FM – am 25. Juni von 11 bis 18 Uhr rückt näher. Die #wienerwirtInnen freuen sich schon auf dich. Wir haben diesmal elf statt 12 Stationen (Gründe siehe unten), dafür sind die Kostproben durchaus reichhaltig – also bring ruhig Hunger mit;)

Bitte beachte: Das SHIN ist erst ab 12 Uhr offen – aus organisatorischen Gründen. Und das COCORE muss um 16.45 Uhr für GuerillerAs schließen – wegen einer Abendveranstaltung.

Vergiss nicht: Ziel ist ein entspannter und einmaliger Genusstag. Dabei ist es nicht wichtig, ob du alle Stationen schaffst oder nicht. Abzweigen, hängenbleiben – Hauptsache gut! 

Bitte trage dein Armband am 25. Juni während der Tour von 11 bis 18 Uhr gut sichtbar am Handgelenk. Achte bitte auch auf eine dem Wetter entsprechende Kleidung.

 

Funky After Tour Party ab 18 Uhr im Club Praterstraße:

✊ free Drink: KATTUS Organic Rosé für alle TeilnehmerInnen mit Band im CLUB PRATERSTRASSE – so lange der Vorrat reicht!

✊ Superfly DJ von 19 – 23 Uhr: DJ Rawkat (Steelo Radioshow)

✊ halber Eintritt für alle mit Band an diesem Abend für den Club ab 23 Uhr; das Programm gibt es HIER.

So lädst du die Route auf dein Smartphone

Du hast zwei Möglichkeiten, um die Route auf dein Smartphone zu laden:
  • Wir empfehlen die sehr feine Fahrrad-APP unserer Grazer Kooperationspartners BIKE CITIZENS. Den kostenlosen Premium-Zugang für drei Monate (ohne Bindung) kannst du HIER herunterladen.
    Wie du die Route anschließend sehr einfach aktivierst, erfährst du HIER.

  • Unsere Route gibt es auch für Google Maps und zwar hier HIER. Aktivieren musst du sie vorab am Desktop. Wie das geht, erfährst du HIER.


Bitte beachte: Unsere Route ist ein liebevoll erstellter Vorschlag. Du kannst dir auch jederzeit deine eigene Route erstellen. 

Und das sind die Lokale (in alphabetischer Reihenfolge):

1.) das Ferment […]
Produkte der Dirndl-Beere
2., Vorgartenmarkt Stand 30

2.) Enoteca Amici Miei […]
Bruschette mit versch. Auflagen, 1/16 Pinot Grigio
2., Ennsgasse 12 (Vorgartenmarkt)

3.) Fischerie […]
Stör-Steak auf Belugaspinat, weißes Forellenmus auf Ciabatta,
alkoholfreier Kräuterbitter mit Soda
2., Praterstrasse 49

4.) funky sauces […]
Mini-Hotdog von der Frankfurter Wurst mit Bio-Paradeis-Saucen
(ausnahmsweise NICHT vegetarisch!)
3., Sparefrohgasse 1 (vor dem suess’kind)

5.) Goldener Papagei […]
Espresso und Gin-Shot aus eigenen Bohnen, Pastel de nata
2., Praterstrasse 17

6.) Jumi Käse […]
4 versch. Rohmilch-Käse auf Joseph-Brot
8., Lange Gasse 28

7.) Pizzeria Cocore […]
Nachhaltige Spezial-Pizza aus Biga-Teig – schließt um 16.45 Uhr!
9., Berggasse 14

8.) Shin Taiwanese Eatery […]
Tofu/Kimchi-Bao (vegan) ODER Schweinebauch-Bao; Frühlingsrolle – öffnet um 12 Uhr!
2., Praterstrasse 22

9.) SoFàre […]
Pasta, fatte a casa!
2., Hollandstrasse 10/4-6

10.) Tisch Restaurant […]
Vegan: Schokomousse-Himbeer-Lasagne und Schokokrokant
8., Schlösselgasse 8

11.) Wildling […]
Regionale, saisonale Mezze-Kompositionen 
8., Laudongasse 8

Pizza-Botschafter

Zunächst hat Gianluca Alfano eine Vision: Dem promovierten Umwelttechniker aus Neapel schwebt eine Pizzeria vor, die sich am kulinarischen Gold-Standard von Rom oder Mailand misst. Gleichzeitig soll COCORE (neapolitanisch für „mit dem Herzen“) in ein zukunftsträchtiges Nachhaltigkeits-Konzept eingebettet sein. Auf der Suche nach einem Ort für sein Herzensprojekt  landet Gianluca bei Herrn Pekarek: einem Drogisten in dritter Generation.

Gianluca über…

…sich: Im Hinterhof meines Elternhauses bei Neapel steht heute noch ein Pizzaofen. Dort habe ich schon als Achtjähriger Pizza gebacken. Pizza hat mich von klein auf begleitet. Die Idee, eine Pizzeria zu eröffnen, habe ich während meines Studiums entwickelt. Es war von Anfang an mein Traum, dass sie auch nachhaltig sein sollte.

… das Herzstück: Die Leute erreichst du aber nicht mit Nachhaltigkeit, sondern in erster Linie mit gutem Essen. Mein Maßstab war von Anfang an eine Pizza, die auch in Milano bestehen könnte. Dort oder in Rom und Verona werden derzeit Konzepte umgesetzt, die das Pizza-Game komplett verändern. Und dabei geht es keinesfalls nur um den Belag. Für den Teig verwenden wir Biga. Das ist ein Vorteig, der sehr aufwendig in der Herstellung ist und traditionell für Brotteig wie beispielsweise Ciabatta verwendet wird.

… slow dough: Biga bildet keine oder kaum Gluten, weil er nicht geknetet wird. Wir mischen die Zutaten weniger als eine Minute lang und lassen den Biga anschließend bis zu 24 Stunden gehen. Am nächsten Tag hast du fermentierten Vorteig mit sehr geringem Hefe-Anteil, der das Endprodukt, den Teig, sehr bekömmlich und speziell im Geschmack macht.

… Herrn Pekarek: Ich habe lange nach dem richtigen Ort gesucht. Eines Tages bin ich in eine Drogerie gegangen und haben den Eigentümer kennengelernt, Herrn Pekarek. Nach dem dritten Besuch habe ich ihn gefragt: Was ist Ihr Plan? Er war damals in den späten 70ern und hat gesagt, jetzt wolle er langsam wirklich in Pension gehen. Also habe ich ihm von meinen Plänen erzählt. Und er meinte, lass uns mit dem Hausbesitzer reden. Wir wurden Freunde.

alt mach‘ neu: Die Drogerie war 117 Jahre lang unverändert geblieben. Wir haben den Ort zwei Jahre lang renoviert und konnten dennoch die Vergangenheit bewahren und mit der Zukunft verbinden. Wir haben Upcycling betrieben und die Einrichtungsgegenstände der Drogerie verwendet. Aus den Regalen haben wir Tische gemacht und die Apothekerschränke zu Anrichten umfunktioniert. Für die neue Inneneinrichtung haben wir weitestgehend die alte verwendet. 

… nachhaltige Herausforderungen: Es ist eine Herausforderung, eine Pizzeria nachhaltig zu gestalten. Das Produkt selbst ist gar nicht das Problem. Wirklich herausfordernd ist das Gesamtgeschäft. Speziell wenn du ein kleines, traditionelles Unternehmen hast und nicht auf Unterstützung wie andere Branchen zählen kannst.  Nachhaltigkeit beginnt bei der Energieversorgung, über die Baumaterialen der Renovierung bis zu den Beschäftigungsverhältnissen der MitarbeiterInnen.  Ich würde gerne noch mehr machen, zum Beispiel eine 4-Tage-Woche einführen, weil wir einen harten Job mit langen Schichten haben. Aber wir sind auf einem guten Weg. 

Super Soja-Food

Nattō ist ein Produkt aus Sojabohnen, das beim Fermentieren einen fädigen Schleim produziert. In Japan gilt Nattō seit Langem als gesundheitsförderndes Superfood und Jungbrunnen. „Je schleimiger, umso besser wurde fermentiert“, sagen Verena Pizzini und Wolfgang Wurth. Unter dem Namen FARMENTO stellen die Beiden das Superfood in einem Bauernhof im Burgenland her – in Bio-Qualität mit eigens angebauten Sojabohnen.

Verena und Wolfgang über…

… gesundes Superfood … Nattō gilt wegen seiner Inhaltsstoffe in Japan seit Jahrtausenden als Quelle der Jugend. Es enthält unter anderem Vitamin K in hohen Mengen, das den Knochenbau fördert. Bei der Vergärung entsteht Natokinase, das die Darmflora und das so genannte Mikrobiom unterstützt. Wir hatten Nattō für uns entdeckt und wollten es in Österreich in Bio-Qualität beziehen – die gab es aber nirgends. Nach einem Jahr intensiven Tests gründeten wir 2019 schließlich Farmento.

… das schmeckt … Als erster europäischer Betrieb bauen wir spezielle Nattōsojabohnen an. Sie sind kleiner als die handelsüblichen Bohnen und eignen sich besser zur Fermentation. Bei Nattō empfinden wir eine Einfachheit der sinnvollen Ernährung, die Zufriedenheit gibt, Energie liefert und schnell, vielfältig verfeinert werden kann. In einer Schüssel mit Reis und verfeinert mit Sojasauce oder Senf und mit Ei und Frühlingszwiebeln oder als Einlage zu Miso-Suppe und Gemüse-Ramen schmeckt es auch hervorragend.

… nachhaltig wirkt …Vom Acker, ohne Umwege direkt ins Glas! Für unsere Produkte kommen nur qualitativ hochwertige Rohstoffe zum Einsatz. Das ist ein fester Bestandteil unserer Philosophie. Dazu gehört aber auch, dass wir uns bei neuen Kreation, unserer Produktion und bei der Verpackung fragen, ob wir verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit und begleitet uns im gesamten Produktionsprozess.

… und Leben verändert … Nattō hat unser Leben verändert. Wir haben unsere Jobs aufgegeben, sind aufs Land gezogen und haben den Schritt einer großen Veränderung gewagt. Stück für Stück haben wir eine kleine Landwirtschaft, Produktionsräume und einen neuen Lebensstil aufgebaut. Die Produktlinie haben wir mit Kimchi und Chili-Produkten ausgebaut. Der Anbau unserer Zutaten schont Ressourcen und kommt ohne Einsatz von Pestiziden aus. Lebensmittel aus kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betrieben zu beziehen, kann zu einer ernährungssouveränen Gesellschaft beitragen. Darauf legen wir es an.

Von Musen geküsst

Susanne Suppan rettet Früchte aus Graz und Umgebung und verarbeitet sie zu köstlichen Musen. SUSA S MUS vertreibt mittlerweile mehr als ein Dutzend Sorten – mit Liebe in wiederverwendbare Gläser gefüllt und meist ohne zugesetztem Zucker harmonisch abgestimmt. Im kleinen Lokal beim Grazer Stadtpark serviert Susanne auch kleine Speisen zu ihren Musen.

Susanne über …

… Nachbars Gärten: Ich verwende für SUSA S MUS großteils Früchte und Beeren aus Wäldern und Privatgärten – somit ist das Obst ja eigentlich mehr als bio 😉 –  die sonst niemand brauchen kann. SUSA S MUS wird in Gläser gefüllt, die ich wiederverwenden kann. Und ganz wichtig: der extrem geringe Zuckerzusatz bzw viele Sorten, die ganz ohne Zuckerzusatz auskommen. Das macht die mittlerweile 14 bis 16 Sorten zu köstlichen Begleitern von ganz vielen Speisen.

… mehr als Marmelade: Somit ist SUSA S MUS bei weitem nicht nur Marmelade-Ersatz sondern kann zu Fleischgerichten, Käse, Joghurt, Müsli und so weiter gereicht werden. Es schmeckt auch köstlich über diversen Eissorten. Wir habe auch einen Bellini Im Programm mit steirischem WeingartenpfirsichMUS. Überhaupt gibt es neben einigen verschiedenen Geschenkboxen mit MUSgläsern und Gebrauchsanleitung und Löffel auch eine Box, in der sich ein Bellini to go kit verbirgt. 

… das Lokal: Als ich meine Manufaktur auf die Beine gestellt habe, hatte ich von Anfang an ein kleines Kaffee im Sinn. Ich hatte diesen wunderschönen straßenseitigen Raum, den ich im Zuge der Errichtung auch gleich mit renoviert habe. Einfach, weil SUSA S MUS herrlich mit vielen Speisen harmoniert, die ich nun auch anbieten kann. Das heißt, eigentlich kann ich dort gleich auch Ideen mitliefern, was mit meinem MUS alles möglich ist. Ausserdem liebe ich TRIBEKA Kaffee, den ich dort auch anbiete.

… Herausforderungen: Ich muss immer hinterher sein und mich immer neu erfinden – was eine echte Challenge ist mit meinen zwei kleinen Kindern und Hund 😉 Warum ich mir das trotzdem antue? Weil es mir so viel Spass macht, ein Produkt anbieten zu können, das auch geschmacklich hält, was es optisch verspricht. Ein Produkt, das auch einen Nährwert hat und hinter dem ich zu einhundert Prozent stehen kann. Und weil ich Veränderungen liebe und gerne produktiv bin. Und zwar fast immer, auch am Wochenende und wenn einmal ich eine Sekunde Freizeit habe.

 

La Dolce Vita ums Eck

Knapp 40 Jahre lang war das IL PASTAIO ein fixer Treffpunkt für GenießerInnen feinster italienischer Feinkost am Grazer Kaiser Josef Platz. 2021 hat Christian Terasanski den italienischen Edel-Greißler übernommen und setzt weiterhin auf ausgewählte, frische Produkte von handverlesenen ProduzentInnen – handgemachte Pasta, Schinken- und Käse-Sepzialitäten, Trüffelhonig, Pesto… 

Christian über …

… Italia fresca: Fasziniert von den mediterranen Lebensgefühl, den vielseitigen Märkten und begeistert von den kulinarischen Köstlichkeiten, die Italien zu bieten hat, habe ich mit meinen MitarbeiterInnen im Juni 2020 das Feinkostgeschäft Il Pastaio wieder eröffnet. Im Il Pastaio bieten wir eine Vielzahl an Delikatessen aus Italien, täglich frisch vor der Haustür.

… prodotto e produttore: Wir haben ausschließlich Produkte, die wir selbst großartig finden und bei denen wir ganz genau wissen, wo Sie herkommen. Wir kennen die ProduzentInnen und ihr Handwerk. Sie teilen unsere Philosophie, dass Tierwohl und Umwelt an erster Stelle stehen. Was und antreibt ist die Liebe zu köstlichen Lebensmitteln, gepaart mit der Leidenschaft für genussvolles Essen.

… la famiglia: Wir beziehen unsere erlesenen Produkte hauptsächlich von kleinen, ursprünglichen ProduzentInnen – meistens Familienbetriebe, die mit uns im engen Kontakt stehen. Sie verwenden frische Zutaten und ausgesuchte Rohstoffe – Öle, Kräuter, Milch, Eier und vieles mehr; ohne Zugaben von künstlichen Konservierungs- und Zusatzstoffen. Gefärbte Oliven wirst du bei uns nicht finden. Auch kein Olivenöl aus maschinellen und industriellen Ölpressen, denn wir lieben den natürlichen und echten Geschmack der Lebensmittelprodukte.

… Il Pastaio: Mit der Wiedereröffnung des Il Pastaio ist ein Traum wahr geworden, der lange nur in unseren Köpfen existierte: eine wunderbare Oase italienischer Gaumenfreuden und Gastfreundschaft, der ospitalita, wieder zu eröffnen. Wir stellen uns täglich der Herausforderung, unseren hohen Qualitätsanspruch zu halten und idealerweise zu übertreffen. Das sind wir unseren KundInnen schuldig.

… l’ospitalita: Wir verkaufen und beraten mit sehr viel Liebe. Das schmecken auch unsere Gäste seit vielen Jahren. Unsere Pastaprodukte werden schnell, frisch und regional hergestellt. Darum gibt es bei uns immer nur das, was gerade Saison hat. Das ist gesund und nachhaltig. Die Zutaten werden in Oberitalien angebaut und wir holen Sie ab. Da wissen wir nämlich, was drin ist, und diese Freude und Überzeugung teilen wir mit unseren KundInnen.

Myriaden – und Miria

Beim Studieren haben MIchaela und GlorRIA auch ihre gemeinsame Kochleidenschaft entdeckt. MIRIA steht für Freude am kreativen Kochen und beste nachhaltige Rohstoffe. Was Michaela und Gloria von vielen anderen Caterings abhebt? Unter Myriaden an kreativen Koch-Ideen haben sich MIRIA etabliert und sind seit seit knapp vier Jahren am Markt.

Michaela und Gloria über…

… sich: Einerseits waren nachhaltige Caterings in Graz in unserem Gründungsjahr 2019 sehr nachgefragt. Andererseits haben wir als Freundinnen oft miteinander gekocht und mit veganen Rezepten experimentiert. Daraus entstand der Wunsch, richtig gesundes, pflanzliches und klimafreundliches Essen anzubieten.

… beste Lebensmittel: Wir sind überzeugt, dass die besten Lebensmittel, die wir zu uns nehmen können, jene sind, die in unserer nahen Umgebung gedeihen. Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel sowie der Verzicht auf stark verarbeitete Produkte sind für uns selbstverständlich. Sesam, Kakao, Orangen, Kokos etc. finden ihren Weg nicht in unsere Küche – da sind wir konsequent!

… die Qualität: Unsere vollwertigen Speisen werden mit Liebe und immer frisch zubereitet. Sorgfältig wählen wir dabei Lebensmittel aus vorrangig biologischem Anbau. In unsere Küche kommen nur pflanzliche Rohstoffe.

… das Angebot: Unser Speisenangebot richtet sich nach saisonal und regional verfügbarem Gemüse, das von lokalen Bauernmärkten in Graz stammt. Die übrigen Produkte kaufen wir im Hof- oder Bioladen und am liebsten verpackungsfrei.

… from scratch: Wir legen gerne selbst Hand an und kochen am liebsten „from scratch“. Das heißt: Getreide wird frisch gemahlen, alle Aufstriche, Saucen und Dips werden selbstgemacht und Gewürze werden nach Duft und Laune gemischt.

… regionale Selbsterfahrung: Einen großen Reiz macht für uns aus, unsere KundInnen selbst erfahren zu lassen, wie einfach, schmackhaft und ausgewogen eine regionale und saisonale Ernährung sein kann. Wir verstehen unser Catering auch als eine Form von Bewusstseinsbildung für klimafreundliches Essen.

… Kochen auf Augenhöhe: Wir mögen es, mit unseren KundInnen auf Augenhöhe zu kommunizieren und transparent zu agieren. Gerne kochen wir auch bei unseren KundInnen zuhause als Mietköchinnen, da wir diese private, gemütliche Atmosphäre schätzen. Außerdem freuen uns zufriedene EsserInnen. Sie bestärken uns in dem, was wir tun.

Beewirtinnen

Felicia Lener und Nina Waldhäuser haben sich den Bienen verschrieben. Die beiden Biologinnen betreuen mehrere Bienenvölker in Transdanubien und beim Lainzer Tiergarten. Der dort produzierte JUGENDSTIL-HONIG ist mehr eine süße Botschaft als ein Kommerz-Produkt. Denn Felicia und Nina geht es um die Erhaltung der Biodiversität, die sie auch in Workshops und Vorträgen vermitteln.

Felicia und Nina über…

… sich: Wir sind zwei Biologinnen aus Wien und imkern als reines Hobby; das heißt wir leben weder davon, noch betreiben wir damit ein Nullsummenspiel. Wir lieben es einfach, unsere Bienen im Jahresverlauf zu beobachten und so von der Natur zu lernen.

… die Bienen: Derzeit haben wir sechs Bienenvölker an der Alten Donau und mehrere Ableger am Rande des Lainzer Tiergartens stehen. Unsere Bienen stammen von Völkern eines zertifizierten Bioimkers aus Niederösterreich ab. Jedes Volk stellt jährlich rund zwanzig Kilo Honig her.

… die Bienenhaltung: Wir halten uns an die Biorichtlinien.  Die Beuten – so nennt man die Bienenstöcke – bestehen aus Holz und nicht aus Kunststoff. Unsere Königinnen können sich im Stock frei bewegen. Wir verwenden kein Absperrgitter. Die Flügel werden nicht gestutzt. Unser Wachs ist rückstandsfrei. Als Winterfutter steht nur Biozucker und Biosirup am Speiseplan. 

… den urbanen Speiseplan: Wien ist mit seinen vielen Parks, Baumalleen sowie den bunten Kleingärten, Blumenkistln und Gstätt’n ein hervorragender Lebensraum für Bienen. Unsere Mitarbeiterinnen finden das ganze Jahr über Blühendes. Sie müssen nicht hungern, wie es in den ausgeräumten Landschaften und Monokulturen leider oft der Fall ist.

Im Umfeld unserer Bienen stehen auch ausreichend Pflanzen zur Verfügung, die nicht mit Spritzmitteln oder anderen Giften in Berührung kommen.

…den Honig: So vielfältig die Stadt ist, so vielfältig und komplex ist auch unser Produkt. Abhängig vom Zeitpunkt der Honigernte variieren Geruch, Geschmack, Farbe und Textur unseres Honigs. Jedes Jahr bringt eine geschmackliche Überraschung mit sich.

… den Bee(Wirt)-Faktor: Mit unserem Hobby wollen wir zum Schutz der Biodiversität in Österreich beitragen. Auch wenn die Honigbiene nicht unumstritten ist, sind wir davon überzeugt, dass wir mit unserem Produkt, unseren Workshops und Vorträgen viele Menschen motivieren können, den Kampf gegen den Artenverlust von Insekten zu unterstützen.

Mothers Finest

Gua Bao Burger, Tapioka für Bubble Tea, geschmorter Schweinebauch, Kimchi: So gut wie alles wird im SHIN in der Praterstraße frisch und selbst und ohne Glutamat gemacht – auf traditionelle Taiwanesische Art, aber mit Twist. Gemeinsam mit seinem Partner Jing Chen führt Tuan Jing Wen (Bild, re.) das Lokal seit zwei Jahren. Jing Wen leitet die Küche, doch die heimliche Chefköchin und Hüterin der alten Rezepte ist seine Mutter.

Jing über …

… das Lokal: Das Shin gibt es seit Mitte 2020, damals habe ich es zusammen mit meinem Geschäftspartner von meinen Eltern übernommen. Davor war es ein typisch chinesisches Lokal und das wollte ich radikal ändern. Meine Eltern kommen aus Taiwan und meine Mutter hat früher zuhause immer Taiwanesisch gekocht. Das hat mich inspiriert.

… Bao Buns & Co.: Wir machen alles frisch und selber, auch Tapioka für unsere Bubble Teas – die übrigens ursprünglich aus Taiwan kommen. Unsere Renner sind Gua Bao Burger, oder Bao Buns. Unser Buns sind sehr traditionell: Kimchi, Gurken, Nori-Blätter, Erdnuss, Koriander, koreanischer Tofu. Oder Schweinebauch, der stundenlang geschmort werden muss, bis er seinen Umami-Geschmack erhält.

… die Kunst des Dämpfens: Baos müssen frisch sein. Wenn du sie stehen lässt, wird der Teig schnell hart. Wir machen auch den Teig selber. Das ist sehr zeitaufwändig. Beim Dämpfen darf kein Wasser an den Teig kommen, sonst wird er nicht fluffig. Das erfordert Übung. Meine Mutter hat mir ihre Rezepte weitergegeben und steht noch immer oft in der Küche. Ich koche, und sie ist die Chefköchin und rundet alles ab.

… Taiwan in a nutshell: Taiwanesische Küche ist hier noch unbekannt. Und in Taiwan ist die traditionelle Küche schon wieder unbekannt, weil sich dort alles durchmischt hat: Koreanisch, Thailändisch, Vietnamesisch. Und auch hier kochen wir nicht mehr ausschließlich traditionell: Wir sind veganer und gesünder als die traditionelle Küche und verzichten zum Beispiel vollständig auf Glutamat. Das schmeckt man auch.

… Generationswechsel: Meine Mutter will nicht in Pension gehen, sie will einfach arbeiten und kocht auch gerne. Mein Vater hilft uns auch noch ab und zu. Meine  Eltern arbeiten in ihrem früheren Lokal und bekommen ein Gehalt, das macht mich auch zufrieden. Meine Eltern haben weniger Sorgen, ich dafür jetzt mehr (lacht.)

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