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Autor: geri1104

Boboriten-Platz

Feldhasen waren die ersten Bewohner, die Beata (Bild Mi. mit Sohn Cosmo, li., und Simon) bei der Planung ihres Lokals im Helmut-Zilk-Park unterkamen. Daher der Name. Inzwischen ist die Gaststätte im Sonnwendviertel seit 2021 etabliert. Der FELDHASE ist ein kleiner, feiner Laden mit handverlesenen Produkten und Mittagstisch in vegetarisch oder vegan und ganz viel Bio. 

In Sachen Gastro ist die Pionierin ein alter Hase. Sie hat jahrelang in einem Bioladen im 7. Bezirk gewirkt. Inzwischen wird Beata von Sohn Cosmo und Simon unterstützt – beide gelernte Köche mit Händchen zu außergewöhnlichen vegetarischen und veganen Mittagsgerichten. Das Lokal will kulturelle Drehscheibe sein – an der Schnittstelle zwischen Bobo-Blase und dem alten Favoriten. Die Hasen sind übrigens immer noch da.

Beata über …

… tolles Essen: Wir haben uns auf Tee und Kaffee spezialisiert. Es gibt auch Kuchen, guten Wein, Käse, Eier. Und natürlich den Mittagstisch. Mein Sohn Cosmo und Simon unterstützen mich mittlerweile in der Küche. Beide sind gelernte Köche und machen großartige vegetarische und vegane Gerichte.

… aha, Apfelzeit: Wir haben kein Dauersortiment, sondern ausschließlich Saisonware. In der Apfelzeit werden wir Äpfel in großen Mengen in unserer Loggia vor dem Lokal auflegen. So kannst du den Leuten ein bisschen aufzeigen, was gerade Saison hat. Sie müssen gar nichts kaufen, aber sie gehen vorbei und denken: „Aha, Apfelzeit.“

… Kräuterbäuerinnen: Unsere Produkte können nicht immer Bio zertifiziert sein. Wir beziehen etwa Tee von Kräuterbäuerinnen im Burgenland und in Niederösterreich. Sie machen jeweils nur eine Sorte Tee in Top-Qualität. Der ist dann nicht zertifiziert, weil sich diese Frauen das nicht leisten können.

… offene Türen: Wir wollen auch die Menschen erreichen, die auf der anderen Seite des Helmut-Zilk-Parks leben. Im Moment sehen wir sie nur beim Hofer gegenüber einkaufen gehen. Wir haben vor dem Lokal eine 80 Quadratmeter große Loggia. Dort könnten wir zum Beispiel unterschiedliche Kaffeekulturen thematisieren oder türkischen Tee anbieten. Wir holen die Menschen gerne ab.

… weitere Projekte: Wir werden auch Menschen einladen, ihr Projekt in der Loggia umzusetzen. Das könnte ein Bauernmarkt sein, Workshops, Korbflechten, eine Töpferei. Möglichkeiten gibt es viele. Wir freuen uns schon darauf, was hier entstehen wird.

 

WIEN: Alle Infos zur Besten im Westen-Tour

Online-Route, Liste der #wienerwirtInnen und wichtige Infos. Hier sind alle Details zur Tour am 21. Mai 2022.


Vorweg ein paar Worte zur Route: Solltest du an den „Außenpolen“ im 6./7. und 14. Bezirk beginnen und merken, dass gerade viel los ist: Dann mach dich bitte zur nächsten Station auf und komm nach einer kompletten Runde zurück. Das ist leicht, denn die Route ist nur knapp zehn Kilometer lang. Sie enthält allerdings einige leichtere Steigungen

Bitte trage dein Festivalband am Tag der Tour von 11 bis 18 Uhr gut sichtbar am Handgelenk.

 

Bitte beachte: Das VEVI ist aus organisatorischen Gründen erst ab 12 Uhr für dich da. Und das franzundjulius muss ab 16 Uhr schließen. Grund ist eine Abendveranstaltung.

Noch eine aktuelle Info: Das VEVI wird ein kleines Buffet anrichten. Bitte nur einmal das Buffet stürmen – aus Fairness gegenüber anderen TeilnehmerInnen!

 

Alle teilnehmenden #wienerwirtInnen freuen sich schon auf dich. Hier sind die wichtigsten Infos zum Ablauf.

Bitte beachte, dass dies nur ein liebevoll erstellter Vorschlag ist. Du kannst jederzeit deine eigene Route erstellen. 

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Support your Lokal WirtIn!

Der Lockdown ist vorübergehend vorüber. Unsere WirtInnen freuen sich über deinen Besuch. Und Takeaway gibt es freilich auch noch. Vielleicht bist du ja mal ums Eck und schaust vorbei.

Hier gehts zur Liste der takeaway Lokale

  • Radtour Wien

    Shooting Gusto Guerilla

    Credit: Robert Six

    Kulinarische Rad Tour zum Genuss.
  • Kostproben verkosten

    Shooting Gusto Guerilla

    Credit: Robert Six

    Koste dich durch deine Stadt.
  • TeilnehmerInnen genießen

    Shooting Gusto Guerilla

    Credit: Robert Six

    Gemeinsam genießen.
  • Kostproben closeup

    Shooting Gusto Guerilla

    Credit: Robert Six

    Köstliches verkosten.
  • Gespraech mit TeilnehmerInnen

    Shooting Gusto Guerilla

    Credit: Robert Six

    Endlich wieder richtig raus.

Kulinarische Touren mit dem Rad oder mit Öffis.

Koste dich durch Wien und Graz: Nachhaltig. Persönlich. Köstlich.

Das erwartet dich:

  • Ein 12 Gänge Menü quer durch die Stadt
Unsere WirtInnen bewirten dich mit erlesenen Kostproben und spannenden Gesprächen.
  • Kleine, feine Lokale auf eigene Faust entdecken
Unsere kulinarische Touren sind Rundrouten: Start, Reihung und Tempo bestimmst du selbst.
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Die Termine geben wir im März bekannt.

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Konzept Mimi? Läuft!

Sie waren schon da, als das Sonnwendviertel noch mehr Baugrube als Wohnviertel war. Und trotzdem sehen sich Dorothee Bernhard und Marc Oberngruber vom Mimi im Stadtelefant nicht als PionierInnen. „Wir sind im Viertel nur das Verpflegungsteam der wahnsinnig willkommen heißenden BewohnerInnen“, sagt Doro – mit Verlaub, das ist etwas tiefgestapelt.  Das Paar setzt im Mimi mit viel Herz, tollem Team und gewachsener Professionalität im modernsten Viertel der Stadt das traditionelle Konzept vom Wirten am Platz um. Mimi steht für kulinarische Kreativität, Gastfreundschaft und ist Grätzl-Drehscheibe. Kurz: ein Ort zum Wohlfühlen. Oder wie Marc sagt: „Wenn ein Konzept funktioniert, fühle ich mich als Gast und als Gastgeber wohl.“ Läuft!

Dorothee und Marc über …

… ihre Wurzeln. Marc: Ich bin in einer Gastrofamilie aufgewachsen, auch meine Großeltern waren in der Gastronomie. Über Umwege bin ich nach Wien gekommen und habe nach einigen Jahren als Geschäftsführer in großen Häusern mein erstes eigenes Lokal eröffnet, das Frau Bernhard. Doro: Dort habe ich Marc kennengelernt, damals war ich in der Werbung. Gekocht habe ich immer schon leidenschaftlich gerne, das liegt bei uns in der Familie. Aber Gastro wäre mir nie in den Sinn gekommen, erst mit Marc hat sich das geändert. Das Direkte hat mich gereizt: Wenn du einen tollen Tag hinlegst, dann fühlen sich die Gäste wohl, das Team kommt morgen gerne wieder und der Umsatz stimmt auch.

… den Wohlfühlfaktor. Marc: Wir sind das Gesicht unserer Läden, weil wir gerne dort sind, von früh bis spät.  Für die Gäste ist das Gesicht wichtig, um sich wie daheim fühlen zu können. Als Gast brauchst du den persönlichen Bezug zum Wirt und zur Wirtin.

Doro: Gleichzeitig lassen wir unserem Team viel Platz. Wir schreiben in Postings oft, die Mimi kocht, aber wir nennen auch unsere Küchenchefin, die Laura und ihre Stellvertreterin, die Elena. Boris ist halb in der Küche, halb im Service und wohnt im Viertel. So gesehen sind wir das genaue Gegenteil der anonymen Systemgastronomie.

… die Qualität. Marc: Als ich vor 30 Jahren in der Gastro anfing, gab es kein Qualitätsbewusstsein. Wir mussten uns das über die Jahre selbst beibringen, haben Gärtnereien besucht oder einen Fleischhackerbetrieb, in dem man erfährt, wo das Tier herkommt und wie es gehalten wurde.

Doro: Das für mich Beeindruckendste in den letzten Jahren war der Wandel der Familie Neuburger („Sagen Sie niemals Leberkäse zu ihm!“, Anm.), die jetzt wegen dem Trend zum Billigfleisch auf Würstel aus Kräuterseitlingen setzt. Wenn man über solche Dinge nachdenkt, will man nicht mehr zum Würstelstand gehen.

Marc: Wobei ich schon ab und zu hingehe, denn eine gute regionale Wurst vom Würstelstand ist Teil unserer schönen Esskultur. Das Fleisch für die Mimi kaufen wir jedenfalls bei Familie Ringl ein, dem Fleischhacker um die Ecke. Oder beim Szabo in der Anzengrubergasse, auch einem Familienbetrieb. So kenn ich das aus meiner Kindheit.

 

Alte Schule

In Margareten ist das La Vita è Bella eine Institution – und Marco Mercuri ihr Gesicht. Vor 20 Jahren hat der Vollblutbarista das Lokal eröffnet. Wenn es nach ihm geht, steht er in 20 Jahren immer noch drin. Das Holz der Bar, die Weine aus dem Familienbetrieb im Veneto, die kleine Küche, in der Marco seine kleinen, feinen Gerichte frisch zubereitet, – all diese Dinge erzählen Marcos Geschichte. Es ist die Geschichte von einem, der zuhören kann. Die Geschichtes eines Gastfreundes.

Marco über …

… die Anfänge: Ich habe mit 14 in der Gastronomie angefangen. Zuerst in Rimini, später im Veneto auf Saison. Im Sommer war ich in Jesolo, im Winter in Cortina. 7 Tage die Woche 14 Stunden am Tag, sehr hart war das. Aber es hat auch Spaß gemacht, weil die Leute im Urlaub waren und entspannt. Mit ihren Sorgen und Problemen kommen sie eher im Berufsalltag zu dir.

… Trends und Tradition: Ich mag das Abendgeschäft, weil die Leute mehr Zeit haben und nicht mehr schnell abgefertigt werden wollen. Bei mir wird frisch gekocht, ein Nudelgericht dauert 20 Minuten und die Gäste sollen sich die Zeit nehmen, um zu genießen. Ich bin noch von der alten Schule, dass man seinen Kaffee im Sitzen genießt und nicht to go. Das finde ich eine Unart. Es gibt viele Trends in der Gastronomie. Manche kommen immer wieder, manche nie mehr, ein bisschen wie in der Mode. Das Traditionelle, das Typische bleibt.

… geborene Gastronomen: Gastronomie ist ein vielseitiger und schöner Beruf. Man lernt ihn nicht, man muss wahrscheinlich dafür geboren sein. Die Gastfreundschaft ist uns Italienern angeblich angeboren, wobei natürlich auch nicht allen. Man muss das wollen. Die Zeit hat mir das bestätigt. Jetzt bin ich fast 20 Jahre selbstständig. Mein Opa hat immer gesagt, man muss die Kälte des Winters kennen, um den Sommer genießen zu können. Und in jedem Beruf gibt Höhen und Tiefen, nicht nur in der Gastronomie.

… Gastfreundschaften: Es gibt Stammgäste, die immer dieselbe Geschichte erzählen und andere, deren Geschichte  ich mitverfolgen muss. Die wünschen sich das. Manche Stammgäste werden zu Freunden, auch weil du ihre Geschichte teilweise seit 20 Jahren kennst. Geschichten, die mich interessieren, merke ich mir. Bei anderen habe ich zwei Ohren, beim einen rein, beim anderen raus. Als Gastronom bist du manchmal Psychologe oder Priester, wie man so schön sagt: zuständig für die Beichte und die Absolution. Ich mag das.

 

Basisgastrokratie

Salon am Park war eines der ersten Lokale im jungen Nordbahnviertel. Es ist als Schnittstelle zwischen dem Wohnprojekt als Betreiberin und den Menschen da draußen gedacht. Mit Stefanie, Ulli und Isabella sprechen wir über das Konzept, die Umsetzung und die Herausforderungen eines basisdemokratisch geführten Gastronomie-Projekts.

 Stefanie, Isabella und Ulli über …

… das Konzept: DerSalon am Park ist aus der Idee entstanden, für das Wohnprojekt eine offene Tür nach außen zu schaffen. Wir wollten eine Schnittstelle vom Viertel zum Haus haben. Das Thema gute Lebensmittel war auch wichtig im Haus, denn bei der ersten Begehung des Grätzls gab es noch keine Lokale.

Eine Gruppe von mehrheitlich KünstlerInnen aus der Wohngruppe hat den Salon gegründet und in der Freizeit betreut, wir haben uns abgewechselt. Vor einigen Jahren ist sich das intern nicht mehr ausgegangen und wir haben wir externe MitarbeiterInnen an Bord geholt. Mittlerweile haben wir im Haus auch eine Food Coop.

… das Angebot: der Salon ist eine Greißlerei und bietet  Frühstück, Snacks und unterm Jahr ein vegetarisches Mittagessen an. Der Salon macht auch das Catering für den Flexraum Saal, der zur Vermietung steht. Alles im Salon ist bio und nach Möglichkeit regional. Viele Produkte beziehen wir aus dem Wein- und Waldviertel. Die Fleisch- und Milchprodukte kommen von der Bauerngemeinschaft Bersta im Waldviertel. Brot und Gebäck sind vom Schrott, Öfferl und Josef.

Der Kaffee kommt von der Kaffefabrik und von Cafe Libertad, eine zapatistische Frauenkooperative aus Mexiko, die gegen das Regime kämpft.  Wir haben auch gute Schokoladen, zB von Zotter. Für die Putz-und Waschmittel haben wir eine Abfüllstation von der Öko Reinigungsmittel Firma Uni Sapon aus dem Vorarlberg.

… die Herausforderungen: Die grösste Herausforderung ist es, überhaupt zu überleben. Denn die Supermarkt-Ketten drücken die Preise brutal. Wir versuchen die Preise relativ moderat zu halten, um Personen nicht auszuschließen, die sich das nicht leisten können. Bei uns kostet eine Melange beispielsweise 3,30 Euro, ein Espresso 1,90 Euro. Wir sind basisdemokratisch organisiert, jede MitarbeiterIn hat das Recht mitzuentscheiden, da ist die interne Kommunikation  manchmal sehr herausfordernd.

Insel für Beseelte

Wer auf der Suche nach italienischer Feinkost ins Allegro findet, wird sein Glück kaum fassen. Mit viel Liebe und Erfahrung hat Marco Russo die feinsten Alimentari in seiner Heimat aufgestöbert und in der Porzellangasse im 9. Bezirk zusammengetragen. Handverlesene Weine und Feinkost reihen sich in Regalen und Kühlvitrinen, darunter auch rare Spezialitäten wie Tuma Persa Käse oder Colatura di Alici Fischsauce. Dazu gibt es klassische Gerichte aus der italienischen Küche, neu interpretiert.

 Marco über …

… die Alimentari: Das Allegro soll eine Insel sein, ein Stück Italien in Wien. Es verbindet die Sehnsucht nach italienischem Essen mit dem Heimweh nach meinem Land. Alle meine Produkte sind hochwertig, und bis auf Bier kommt alles aus Italien. Ich versuche beim Angebot für Abwechselung zu sorgen, um es interessant zu halten. Ich bestelle auch Spezialitäten, die mir selbst schmecken, oder einfach aus Nostalgie für Sizilien. Viele der Produkte kommen von kleinen ProduzentInnen, die ich persönlich kenne oder zu denen ich ein Bezug habe. Meine Colatura di Alici, eine traditionelle Fischsauce, kommt zum Beispiel aus dem Ort, in dem ich als Kind meine Sommer verbrachte.

… die Küche: Die Küche im Allegro ist sizilianisch mit napolitanischen Einflüssen, da meine Oma in Neapel lebte. Die Rezepte sind klassisch, wie beispielsweise Ragù alla bolognese, Pasta alla Norma oder Arancino, also gefüllte und frittierte sizilianische Reisbällchen. Es sind die traditionellen Gerichte unserer Großmütter, ich bereite sie aber innovativer zu. Die Küche im Allegro soll so gemütlich schmecken wie zuhause, aber geschmacklich so fein abgestimmt wie im Restaurant. Dass ich dafür nur die feinsten Zutaten verwende, versteht sich von selbst.

.… die Gäste: Ich habe das Lokal ein Jahr lang renoviert und im Februar 2020 eröffnet, also zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. In den wenigen Wochen, dich ich offen hatte, konnten wir bereits StammkundInnen gewinnen. Sie haben mich auch unterstützt und sogar Geld angeboten, damit wir über die Runden kommen. Nach den Lockdowns sind die Gäste gebliben und viele neue sind dazukommen. Einige kommen drei Mal täglich zu uns und das ist für mich die allergrößte Wertschätzung.

Der Fusionär

Mit seinen Kunstprojekten hat Florian Schmeiser auch seine erste Schritte in der Gastronomie gemacht: Das Central Garden am Donaukanal entstand direkt aus einem Kunstprojekt im öffentlichem Raum. Mit dem XIAN eröffnete Florian jetzt ein Lokal, das Kunst, Tee, indisches und chinesisches Streetfood und auch das Reisbraugetränk Sake verbindet.

Florian über …

… den BeWirt*-Faktor: Ursprünglich wollte ich ein Sake Bar eröffnen. Sake Bars habe ich bei meinen Reisen in Städten wie London oder New York besucht, dabei ist mir aufgefallen, dass es sie in Wien noch nicht gibt. Chinesisches Streetfood habe ich schon im vorigen Lokal gekocht, einfach weil es so gut schmeckt und es in Österreich eher unbekannt ist. Die Idee war, eine Bar zu eröffnen, in der es auch etwas Nettes zu essen gibt. Ich wollte Tee und Sake in einem Lokal mit einer richtigen Küche anbieten. Außerdem wollte ich in der Stadt der Kaffeekultur ein Ort für die Teekultur anbieten.

… Lokale Schnittstellen: Ich finde, jedes Lokal sollte auch ein Ort für soziales Leben sein. Eine Schnittstelle zwischen dem privaten und dem öffentlichen Raum. Deshalb wollte ich auch für das öffentliche Erleben der Teekultur ein Ort anbieten. Traditionell sind Teezeremonien eher im Privatbereich angesiedelt. Tee Rituale sind etwas sehr soziales – dabei sitzt man drei, vier und manchmal auch fünf Stunden und quatscht. Bei uns kannst du das Ritual in einem öffentlichen Rahmen kennenlernen.

… Kunst & Kulinarik: Mein erstes Lokal entstand direkt aus einem Kunstprojekt, daher war mir als Künstler ein Ort wichtig, an dem  kulturelle Events stattfinden können. Die ergeben sich bei mir von selbst. Wir haben im Lokal Ausstellungen und kleinere Veranstaltungen, wie Lesungen aber auch interaktive Events, bei denen die Gäste z.B. beim Musizieren mit eigenen Instrumenten einsteigen können.

Küchenhilfe

Tom Philips kreiert unter dem Label MAMA EARTH richtig geile vegane Pizza: zum Beispiel mit selbstgemachtem Bufala auf Cashew-Basis, so mild und cremig wie echter Mozzarella. Genial ist auch das Sharing-Konzept dahinter. Denn die Pizze können vor Ort im WIRR konsumiert werden. Das etablierte (und vegan freundliche) Lokal stellt Tom einen Teil der Küche zur Verfügung. Das Service wird geteilt, der Umsatz auch. 

Tom über …

… der BeWirt*-Faktor: Ursprünglich waren wir drei vegan lebende Freunde, die im ersten Lockdown in Salzburg etwas anderes Veganes als immer nur Indisch bestellen wollten. Also haben wir vegane Pizza gemacht und uns bald gedacht, das wollen andere Leute sicher auch. Anfangs haben wir zu Hause mit einem Pizzaofen produziert. Später sind wird in das halbfertige Lokal von Freunden übersiedelt, die ja nicht aufsperren konnten, und haben unsere Pizzen im Take-away angeboten. Sie gingen weg wie geschnitten Brot.

… die BeWirt*-Koop: Dann kam Lockdown Nummer zwei. Wegen meines Studiums lebte ich schon großteils in Wien und habe mir gedacht, wir machen es wie im ersten Lockdown. Wir nutzen die Infrastruktur eines Lokals, das gerade nicht geöffnet hat und beteiligen uns an der Miete. Ich habe alle möglichen Lokale im 7. Bezirk angeschrieben und nur eines hat geantwortet, dafür das coolste. Es lief so gut, dass die Leute vom Wirr nach dem Ende der Einschränkungen gesagt haben, sie wollen weiter mit uns kooperieren.

… einfach geile Pizza: Wir haben eine Ecke in der Küche und einen eigenen Bereich auf der Karte. Für mich macht es Vieles einfacher. Ich habe nur einen eigenen Koch und wir teilen uns praktisch die MitarbeiterInnen. Sie servieren alles, kassieren alles und ich bekomme am Ende meinen Teil. Jetzt starten wir wieder richtig los und werden lauter. Unsere Vision war es immer schon, geile Pizza zu machen: vegan, aber auch für Nicht Veganer. Vegan kann ganz anders schmecken als man sich das so vorstellt.

Gute Mischung

Im Herbst 2020 haben Birgit Mair und Ronald Hakel die WELLNESS WERKSTATT aufgesperrt – und gleich wieder zu, und dann wieder auf. Hinter dem technisch klingenden Namen verbirgt sich ein kleiner, feiner Gemischtwarenladen des Wohlbefindens. Birgit und Ronald geben Yogakurse, Massagen. Und sie kochen leidenschaftlich gerne: Vegetarisch, vegan und/oder glutenfrei – aber jedenfalls ayurvedisch.

Birgit und Ronald über …

… Birgits BeWirt*-Faktor: Meine Oma war Konditormeisterin und hat mir das Backen beigebracht. Mein Vater wollte immer Koch werden und ein Lokal eröffnen, daraus wurde aber nichts. So gesehen habe ich den Familientraum jetzt umgesetzt.

… Ronalds BeWirt*-Faktor: Bei mir waren beide Omas am Kochen. Eine war gelernte Köchin, die andere hatte eine Jausenstation und ich war als Kind sehr oft in ihren Küchen. Daher kommt vielleicht das Ausprobieren, herumtüfteln, neue Gewürze nach Gefühl und nicht nach Rezept verwenden.

… das Konzept: Wir haben hier eine Art Gemischtwarenladen und bieten auch ayurvedische Kochworkshops an. Hier geht es vor allem um alltagstaugliche Rezepte, die man ins Berufsleben integrieren kann. Außerdem bieten wir Yogakurse an. Und das Essen ist ein verbindendes Element. Durch unseren Mittagstisch kommen die Leute zusammen.

… die Küche: Wir sind beide seit langem Vegetarier und kochen auch gerne vegan, aber jedenfalls ayurvedisch: frische Zutaten, Selbstgemachtes, weniger Kohlenhydrate, mehr Linsenfrüchte. Wir wandeln Rezepte gerne ayurvedisch ab, das geht zB auch mit mediterranen Gerichten. Neben veganen Produkten bieten wir auch glutenfreies Essen. Der Großteil unserer Speisen ist vegan – mit ein paar Ausreißern.

 

Feine Experimente

Basar? Berlin-Style? Bombastischer Kitsch? Die Einrichtung in der LOGE an an der Ecke Nibelungengasse/Schillerstraße in Graz ist so einmalig wie die Experimentierfreude in der Küche. Kein Wunder, Betreiber Peter Kotynkowiecz ist seit mehr als 30 Jahren im Geschäft und lässt sich immer wieder etwas Neues für seine Gäste einfallen. 

Peter über …

… den BeWirt*-Faktor: In der Gastro bin ich bereits seit über 30 Jahren. Der Kontakt zum Gast ist für mich nach wie vor das Wichtigste und bereitet mir sehr viel Freude. So ist dieser Beruf nicht nur Arbeit, sondern auch sehr viel Vergnügen. Es war allerdings vor zwei Jahren nochmals ein Wechsel des Standortes notwendig und damit auch eine Anpassung des Angebotes.

… die Produkte: Die Nachfrage nach Burger und vegetarisch/vegan gaben die neue Richtung vor. So haben wir zum Beispiel ein veganes Bratlfett entwickelt, das es nur bei uns gibt. Das ist so beliebt, dass wir es sogar schon nach Wien exportieren müssen ;-) Unsere Zutaten beziehen wir möglichst regional, sehr oft vom Markt auf dem Lendplatz.

manGOLD-Standard

Seit mehr als 30 Jahren ist das MANGOLDS in Graz eine Institution. Und war immer schon innovativ, wenn es um die Wertschätzung von Lebensmittel geht: ob bei selbstgemachten, täglich frischen Salaten oder bei erstklassigem Kaffee, der per Segelschiff aus Übersee kommt. Auch jetzt geht Betreiberin Julia Pengg wieder neue Wege – und Gusto Guerilla geht mit.

Julia über …

… den BeWirt*-Faktor: Speisen in Bio, vegan und jedenfalls nachhaltig aus regionalen Zutaten zu zaubern, war von Anfang an eine Herzensangelegenheit für uns, und zwar seit 1989. Wenn die Hütte voll ist, macht´s am meisten Spaß. Die Energie, die die Mischung aller Menschen mitbringen – also unsere Gäste aber auch das Team – ist einfach schön und einzigartig.

… Lebensmittel retten: Wir haben uns im Vorjahr mit dem Thema Lebensmittel-Verschwendung beschäftigt. Mit den Food-Saver Dips & Burger-Saucen haben wir jetzt unser erstes Produkt kreiert, mit dem wir steirisches Gemüse retten können. Gemüse, das zu groß, zu klein oder zu krumm ist und vom Handel einfach aussortiert und vernichtet werden würde, verkochen wir zu superfrischen Dips und Burger-Saucen – denn wir finden ja, dieses Gemüse hat einfach Charakter!

… Upcycling: Wir füllen unsere Saucen und Dips in Gläser ab. Uns war enorm wichtig, dass man das Etikett ohne Kleber-Rückstände ganz einfach ablösen kann. So kann man das Glas super weiterverwenden oder einfach an uns retournieren. Wir sind schon gespannt, was die Leute alles aus unseren Gläsern machen und würden uns freuen, wenn sie uns das unter #mangoldsmovement wissen lassen.