Die Funky Food Tour – hosted by Radio Superfly FM – am3.September von 11 bis 18 Uhr rückt näher. Die #wienerwirtInnen freuen sich schon auf dich.
Bitte trage dein Armband am 3. September während der Tour von 11 bis 18 Uhr gut sichtbar am Handgelenk. Achte bitte auch auf eine dem Wetter entsprechende Kleidung.
Von 18-23 Uhr gibt es ein funky DJ-Linup von Radio Superfly FM im Club Praterstraße (Bar) – extra für GuerillerAs!
Vergiss nicht: Ziel ist ein entspannter und einmaliger Genusstag. Es ist ja nicht wichtig, ob du alle Stationen schaffst oder nicht. Abzweigen, hängenbleiben – Hauptsache gut!
Bitte beachte: Das SHIN ist erst ab 12 Uhr offen und Leones sperrt um 13 Uhr auf – jeweils aus organisatorischen Gründen.
Funky After Tour Party ab 18 Uhr im Club Praterstraße:
✊ free Drink: KATTUS Organic Rosé für alle TeilnehmerInnen mit Band im CLUB PRATERSTRASSE – so lange der Vorrat reicht!
✊ Superfly DJ von 19 – 23 Uhr
✊ halber Eintritt für alle mit Band an diesem Abend für den Club ab 23 Uhr.
So lädst du die Route auf dein Smartphone
Du hast zwei Möglichkeiten, um die Route auf dein Smartphone zu laden:
Wir empfehlen die sehr feine Fahrrad-APP unserer Grazer Kooperationspartners BIKE CITIZENS. Den kostenlosen Premium-Zugang für drei Monate (ohne Bindung) kannst du HIER herunterladen.
Wie du die Route anschließend sehr einfach aktivierst, erfährst du HIER.
Unsere Route gibt es auch für Google Maps und zwar hier HIER. Aktivieren musst du sie vorab am Desktop. Wie das geht, erfährst du HIER.
Bitte beachte: Unsere Route ist ein liebevoll erstellter Vorschlag. Du kannst dir auch jederzeit deine eigene Route erstellen.
Und das sind die Lokale (in alphabetischer Reihenfolge):
Als Fashion-Influencer ist Khalifa Dampha bekannt geworden. Aber was er immer schon wollte, war kochen. Mit der DAMPHA KITCHEN hat Khalifa die erste spanisch-gambische Fusionsküche mit lateinamerikanischen Einflüssen nach Wien gebracht. Und mit der Location am Copa Beach ist Khalifa gelungen, woran schon viele scheiterten: die Copa Cagrana zu einem (Falstaff-prämierten!) Ort für Foodies zu machen.
Khalifa über …
… sich: Ich wurde in Girona in Spanien geboren, meine Eltern kommen aus Gambia. Seit 2011 bin ich in Wien. Ich habe in der Fashion begonnen und wurde Influencer. Aber ich wollte immer schon kochen. 2020 habe ich gemeinsam mit meinen Partnern Andreas Nigitz und Khaled Ahmed das Dampha eröffnet. Seit Anfang Mai 2022 sind wir am Copa Beach.
… die Küche: Ich koche Kindheitserinnerungen, denn bei mir Zuhause wurde ständig gekocht. Ich entwerfe spanisch-gambische Fusionsgerichte, verwende aber auch indische und asiatische Gewürze. Meine Küche hat aber auch Latino-Einflüsse, zum Beispiel machen wir Empanadas.
… die Produkte: Meine Produkte sind frisch zubereitet, das Gemüse ist regional – außer exotische Früchte und Gemüse. Bananen wachsen zum Beispiel noch nicht in Österreich (lacht). Einige unserer Gerichte sind auch vegan.
… Platz für alle: Mit dem Lokal wollte ich einen Free Space schaffen, ohne Rassismus und Diskriminierung. Einen Ort, an dem sich auch AfrikanerInnen, LGTBQ und MuslimInnen und generell alle wohl fühlen. Ich bin selbst Moslem und meine Produkte sind auch halal – nach muslimischen Speisevorschriften zubereitet.
… Essen und Glück: Im Dampha gibt es auch Party und gute Stimmung. Unser Konzept ist einfach: Den ganzen Tag frisches Essen und abends Cocktails und Sundowner. Mein Essen bringt die Leute zusammen. Ich liebe es, zu kochen und Leute glücklich zu machen. Das macht mich happy.
Zunächst hat Gianluca Alfano eine Vision: Dem promovierten Umwelttechniker aus Neapel schwebt eine Pizzeria vor, die sich am kulinarischen Gold-Standard von Rom oder Mailand misst. Gleichzeitig soll COCORE (neapolitanisch für „mit dem Herzen“) in ein zukunftsträchtiges Nachhaltigkeits-Konzept eingebettet sein. Auf der Suche nach einem Ort für sein Herzensprojekt landet Gianluca bei Herrn Pekarek: einem Drogisten in dritter Generation.
Gianluca über…
…sich: Im Hinterhof meines Elternhauses bei Neapel steht heute noch ein Pizzaofen. Dort habe ich schon als Achtjähriger Pizza gebacken. Pizza hat mich von klein auf begleitet. Die Idee, eine Pizzeria zu eröffnen, habe ich während meines Studiums entwickelt. Es war von Anfang an mein Traum, dass sie auch nachhaltig sein sollte.
… das Herzstück: Die Leute erreichst du aber nicht mit Nachhaltigkeit, sondern in erster Linie mit gutem Essen. Mein Maßstab war von Anfang an eine Pizza, die auch in Milano bestehen könnte. Dort oder in Rom und Verona werden derzeit Konzepte umgesetzt, die das Pizza-Game komplett verändern. Und dabei geht es keinesfalls nur um den Belag. Für den Teig verwenden wir Biga. Das ist ein Vorteig, der sehr aufwendig in der Herstellung ist und traditionell für Brotteig wie beispielsweise Ciabatta verwendet wird.
… slow dough: Biga bildet keine oder kaum Gluten, weil er nicht geknetet wird. Wir mischen die Zutaten weniger als eine Minute lang und lassen den Biga anschließend bis zu 24 Stunden gehen. Am nächsten Tag hast du fermentierten Vorteig mit sehr geringem Hefe-Anteil, der das Endprodukt, den Teig, sehr bekömmlich und speziell im Geschmack macht.
… Herrn Pekarek: Ich habe lange nach dem richtigen Ort gesucht. Eines Tages bin ich in eine Drogerie gegangen und haben den Eigentümer kennengelernt, Herrn Pekarek. Nach dem dritten Besuch habe ich ihn gefragt: Was ist Ihr Plan? Er war damals in den späten 70ern und hat gesagt, jetzt wolle er langsam wirklich in Pension gehen. Also habe ich ihm von meinen Plänen erzählt. Und er meinte, lass uns mit dem Hausbesitzer reden. Wir wurden Freunde.
… alt mach‘ neu: Die Drogerie war 117 Jahre lang unverändert geblieben. Wir haben den Ort zwei Jahre lang renoviert und konnten dennoch die Vergangenheit bewahren und mit der Zukunft verbinden. Wir haben Upcycling betrieben und die Einrichtungsgegenstände der Drogerie verwendet. Aus den Regalen haben wir Tische gemacht und die Apothekerschränke zu Anrichten umfunktioniert. Für die neue Inneneinrichtung haben wir weitestgehend die alte verwendet.
… nachhaltige Herausforderungen: Es ist eine Herausforderung, eine Pizzeria nachhaltig zu gestalten. Das Produkt selbst ist gar nicht das Problem. Wirklich herausfordernd ist das Gesamtgeschäft. Speziell wenn du ein kleines, traditionelles Unternehmen hast und nicht auf Unterstützung wie andere Branchen zählen kannst. Nachhaltigkeit beginnt bei der Energieversorgung, über die Baumaterialen der Renovierung bis zu den Beschäftigungsverhältnissen der MitarbeiterInnen. Ich würde gerne noch mehr machen, zum Beispiel eine 4-Tage-Woche einführen, weil wir einen harten Job mit langen Schichten haben. Aber wir sind auf einem guten Weg.
Nattō ist ein Produkt aus Sojabohnen, das beim Fermentieren einen fädigen Schleim produziert. In Japan gilt Nattō seit Langem als gesundheitsförderndes Superfood und Jungbrunnen. „Je schleimiger, umso besser wurde fermentiert“, sagen Verena Pizzini und Wolfgang Wurth. Unter dem Namen FARMENTO stellen die Beiden das Superfood in einem Bauernhof im Burgenland her – in Bio-Qualität mit eigens angebauten Sojabohnen.
Verena und Wolfgang über…
… gesundes Superfood … Nattō gilt wegen seiner Inhaltsstoffe in Japan seit Jahrtausenden als Quelle der Jugend. Es enthält unter anderem Vitamin K in hohen Mengen, das den Knochenbau fördert. Bei der Vergärung entsteht Natokinase, das die Darmflora und das so genannte Mikrobiom unterstützt. Wir hatten Nattō für uns entdeckt und wollten es in Österreich in Bio-Qualität beziehen – die gab es aber nirgends. Nach einem Jahr intensiven Tests gründeten wir 2019 schließlich Farmento.
… das schmeckt … Als erster europäischer Betrieb bauen wir spezielle Nattōsojabohnen an. Sie sind kleiner als die handelsüblichen Bohnen und eignen sich besser zur Fermentation. Bei Nattō empfinden wir eine Einfachheit der sinnvollen Ernährung, die Zufriedenheit gibt, Energie liefert und schnell, vielfältig verfeinert werden kann. In einer Schüssel mit Reis und verfeinert mit Sojasauce oder Senf und mit Ei und Frühlingszwiebeln oder als Einlage zu Miso-Suppe und Gemüse-Ramen schmeckt es auch hervorragend.
… nachhaltig wirkt …Vom Acker, ohne Umwege direkt ins Glas! Für unsere Produkte kommen nur qualitativ hochwertige Rohstoffe zum Einsatz. Das ist ein fester Bestandteil unserer Philosophie. Dazu gehört aber auch, dass wir uns bei neuen Kreation, unserer Produktion und bei der Verpackung fragen, ob wir verantwortungsbewusst und nachhaltig handeln. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit und begleitet uns im gesamten Produktionsprozess.
… und Leben verändert … Nattō hat unser Leben verändert. Wir haben unsere Jobs aufgegeben, sind aufs Land gezogen und haben den Schritt einer großen Veränderung gewagt. Stück für Stück haben wir eine kleine Landwirtschaft, Produktionsräume und einen neuen Lebensstil aufgebaut. Die Produktlinie haben wir mit Kimchi und Chili-Produkten ausgebaut. Der Anbau unserer Zutaten schont Ressourcen und kommt ohne Einsatz von Pestiziden aus. Lebensmittel aus kleinstrukturierten landwirtschaftlichen Betrieben zu beziehen, kann zu einer ernährungssouveränen Gesellschaft beitragen. Darauf legen wir es an.
Susanne Suppan rettet Früchte aus Graz und Umgebung und verarbeitet sie zu köstlichen Musen. SUSA S MUS vertreibt mittlerweile mehr als ein Dutzend Sorten – mit Liebe in wiederverwendbare Gläser gefüllt und meist ohne zugesetztem Zucker harmonisch abgestimmt. Im kleinen Lokal beim Grazer Stadtpark serviert Susanne auch kleine Speisen zu ihren Musen.
Susanne über …
… Nachbars Gärten: Ich verwende für SUSA S MUS großteils Früchte und Beeren aus Wäldern und Privatgärten – somit ist das Obst ja eigentlich mehr als bio ;) – die sonst niemand brauchen kann. SUSA S MUS wird in Gläser gefüllt, die ich wiederverwenden kann. Und ganz wichtig: der extrem geringe Zuckerzusatz bzw viele Sorten, die ganz ohne Zuckerzusatz auskommen. Das macht die mittlerweile 14 bis 16 Sorten zu köstlichen Begleitern von ganz vielen Speisen.
… mehr als Marmelade: Somit ist SUSA S MUS bei weitem nicht nur Marmelade-Ersatz sondern kann zu Fleischgerichten, Käse, Joghurt, Müsli und so weiter gereicht werden. Es schmeckt auch köstlich über diversen Eissorten. Wir habe auch einen Bellini Im Programm mit steirischem WeingartenpfirsichMUS. Überhaupt gibt es neben einigen verschiedenen Geschenkboxen mit MUSgläsern und Gebrauchsanleitung und Löffel auch eine Box, in der sich ein Bellini to go kit verbirgt.
… das Lokal: Als ich meine Manufaktur auf die Beine gestellt habe, hatte ich von Anfang an ein kleines Kaffee im Sinn. Ich hatte diesen wunderschönen straßenseitigen Raum, den ich im Zuge der Errichtung auch gleich mit renoviert habe. Einfach, weil SUSA S MUS herrlich mit vielen Speisen harmoniert, die ich nun auch anbieten kann. Das heißt, eigentlich kann ich dort gleich auch Ideen mitliefern, was mit meinem MUS alles möglich ist. Ausserdem liebe ich TRIBEKA Kaffee, den ich dort auch anbiete.
… Herausforderungen: Ich muss immer hinterher sein und mich immer neu erfinden – was eine echte Challenge ist mit meinen zwei kleinen Kindern und Hund ;) Warum ich mir das trotzdem antue? Weil es mir so viel Spass macht, ein Produkt anbieten zu können, das auch geschmacklich hält, was es optisch verspricht. Ein Produkt, das auch einen Nährwert hat und hinter dem ich zu einhundert Prozent stehen kann. Und weil ich Veränderungen liebe und gerne produktiv bin. Und zwar fast immer, auch am Wochenende und wenn einmal ich eine Sekunde Freizeit habe.
Knapp 40 Jahre lang war das IL PASTAIO ein fixer Treffpunkt für GenießerInnen feinster italienischer Feinkost am Grazer Kaiser Josef Platz. 2021 hat Christian Terasanski den italienischen Edel-Greißler übernommen und setzt weiterhin auf ausgewählte, frische Produkte von handverlesenen ProduzentInnen – handgemachte Pasta, Schinken- und Käse-Sepzialitäten, Trüffelhonig, Pesto…
Christian über …
… Italia fresca: Fasziniert von den mediterranen Lebensgefühl, den vielseitigen Märkten und begeistert von den kulinarischen Köstlichkeiten, die Italien zu bieten hat, habe ich mit meinen MitarbeiterInnen im Juni 2020 das Feinkostgeschäft Il Pastaio wieder eröffnet. Im Il Pastaio bieten wir eine Vielzahl an Delikatessen aus Italien, täglich frisch vor der Haustür.
… prodotto e produttore: Wir haben ausschließlich Produkte, die wir selbst großartig finden und bei denen wir ganz genau wissen, wo Sie herkommen. Wir kennen die ProduzentInnen und ihr Handwerk. Sie teilen unsere Philosophie, dass Tierwohl und Umwelt an erster Stelle stehen. Was und antreibt ist die Liebe zu köstlichen Lebensmitteln, gepaart mit der Leidenschaft für genussvolles Essen.
… la famiglia: Wir beziehen unsere erlesenen Produkte hauptsächlich von kleinen, ursprünglichen ProduzentInnen – meistens Familienbetriebe, die mit uns im engen Kontakt stehen. Sie verwenden frische Zutaten und ausgesuchte Rohstoffe – Öle, Kräuter, Milch, Eier und vieles mehr; ohne Zugaben von künstlichen Konservierungs- und Zusatzstoffen. Gefärbte Oliven wirst du bei uns nicht finden. Auch kein Olivenöl aus maschinellen und industriellen Ölpressen, denn wir lieben den natürlichen und echten Geschmack der Lebensmittelprodukte.
… Il Pastaio: Mit der Wiedereröffnung des Il Pastaio ist ein Traum wahr geworden, der lange nur in unseren Köpfen existierte: eine wunderbare Oase italienischer Gaumenfreuden und Gastfreundschaft, der ospitalita, wieder zu eröffnen. Wir stellen uns täglich der Herausforderung, unseren hohen Qualitätsanspruch zu halten und idealerweise zu übertreffen. Das sind wir unseren KundInnen schuldig.
… l’ospitalita: Wir verkaufen und beraten mit sehr viel Liebe. Das schmecken auch unsere Gäste seit vielen Jahren. Unsere Pastaprodukte werden schnell, frisch und regional hergestellt. Darum gibt es bei uns immer nur das, was gerade Saison hat. Das ist gesund und nachhaltig. Die Zutaten werden in Oberitalien angebaut und wir holen Sie ab. Da wissen wir nämlich, was drin ist, und diese Freude und Überzeugung teilen wir mit unseren KundInnen.
Beim Studieren haben MIchaela und GlorRIA auch ihre gemeinsame Kochleidenschaft entdeckt. MIRIA steht für Freude am kreativen Kochen und beste nachhaltige Rohstoffe. Was Michaela und Gloria von vielen anderen Caterings abhebt? Unter Myriaden an kreativen Koch-Ideen haben sich MIRIA etabliert und sind seit seit knapp vier Jahren am Markt.
Michaela und Gloria über…
… sich: Einerseits waren nachhaltige Caterings in Graz in unserem Gründungsjahr 2019 sehr nachgefragt. Andererseits haben wir als Freundinnen oft miteinander gekocht und mit veganen Rezepten experimentiert. Daraus entstand der Wunsch, richtig gesundes, pflanzliches und klimafreundliches Essen anzubieten.
… beste Lebensmittel: Wir sind überzeugt, dass die besten Lebensmittel, die wir zu uns nehmen können, jene sind, die in unserer nahen Umgebung gedeihen. Regionalität und Saisonalität der Lebensmittel sowie der Verzicht auf stark verarbeitete Produkte sind für uns selbstverständlich. Sesam, Kakao, Orangen, Kokos etc. finden ihren Weg nicht in unsere Küche – da sind wir konsequent!
… die Qualität: Unsere vollwertigen Speisen werden mit Liebe und immer frisch zubereitet. Sorgfältig wählen wir dabei Lebensmittel aus vorrangig biologischem Anbau. In unsere Küche kommen nur pflanzliche Rohstoffe.
… das Angebot: Unser Speisenangebot richtet sich nach saisonal und regional verfügbarem Gemüse, das von lokalen Bauernmärkten in Graz stammt. Die übrigen Produkte kaufen wir im Hof- oder Bioladen und am liebsten verpackungsfrei.
… from scratch: Wir legen gerne selbst Hand an und kochen am liebsten „from scratch“. Das heißt: Getreide wird frisch gemahlen, alle Aufstriche, Saucen und Dips werden selbstgemacht und Gewürze werden nach Duft und Laune gemischt.
… regionale Selbsterfahrung: Einen großen Reiz macht für uns aus, unsere KundInnen selbst erfahren zu lassen, wie einfach, schmackhaft und ausgewogen eine regionale und saisonale Ernährung sein kann. Wir verstehen unser Catering auch als eine Form von Bewusstseinsbildung für klimafreundliches Essen.
… Kochen auf Augenhöhe: Wir mögen es, mit unseren KundInnen auf Augenhöhe zu kommunizieren und transparent zu agieren. Gerne kochen wir auch bei unseren KundInnen zuhause als Mietköchinnen, da wir diese private, gemütliche Atmosphäre schätzen. Außerdem freuen uns zufriedene EsserInnen. Sie bestärken uns in dem, was wir tun.
Felicia Lener und Nina Waldhäuser haben sich den Bienen verschrieben. Die beiden Biologinnen betreuen mehrere Bienenvölker in Transdanubien und beim Lainzer Tiergarten. Der dort produzierte JUGENDSTIL-HONIG ist mehr eine süße Botschaft als ein Kommerz-Produkt. Denn Felicia und Nina geht es um die Erhaltung der Biodiversität, die sie auch in Workshops und Vorträgen vermitteln.
Felicia und Nina über…
… sich: Wir sind zwei Biologinnen aus Wien und imkern als reines Hobby; das heißt wir leben weder davon, noch betreiben wir damit ein Nullsummenspiel. Wir lieben es einfach, unsere Bienen im Jahresverlauf zu beobachten und so von der Natur zu lernen.
… die Bienen: Derzeit haben wir sechs Bienenvölker an der Alten Donau und mehrere Ableger am Rande des Lainzer Tiergartens stehen. Unsere Bienen stammen von Völkern eines zertifizierten Bioimkers aus Niederösterreich ab. Jedes Volk stellt jährlich rund zwanzig Kilo Honig her.
… die Bienenhaltung: Wir halten uns an die Biorichtlinien. Die Beuten – so nennt man die Bienenstöcke – bestehen aus Holz und nicht aus Kunststoff. Unsere Königinnen können sich im Stock frei bewegen. Wir verwenden kein Absperrgitter. Die Flügel werden nicht gestutzt. Unser Wachs ist rückstandsfrei. Als Winterfutter steht nur Biozucker und Biosirup am Speiseplan.
… den urbanen Speiseplan: Wien ist mit seinen vielen Parks, Baumalleen sowie den bunten Kleingärten, Blumenkistln und Gstätt’n ein hervorragender Lebensraum für Bienen. Unsere Mitarbeiterinnen finden das ganze Jahr über Blühendes. Sie müssen nicht hungern, wie es in den ausgeräumten Landschaften und Monokulturen leider oft der Fall ist.
Im Umfeld unserer Bienen stehen auch ausreichend Pflanzen zur Verfügung, die nicht mit Spritzmitteln oder anderen Giften in Berührung kommen.
…den Honig: So vielfältig die Stadt ist, so vielfältig und komplex ist auch unser Produkt. Abhängig vom Zeitpunkt der Honigernte variieren Geruch, Geschmack, Farbe und Textur unseres Honigs. Jedes Jahr bringt eine geschmackliche Überraschung mit sich.
… den Bee(Wirt)-Faktor: Mit unserem Hobby wollen wir zum Schutz der Biodiversität in Österreich beitragen. Auch wenn die Honigbiene nicht unumstritten ist, sind wir davon überzeugt, dass wir mit unserem Produkt, unseren Workshops und Vorträgen viele Menschen motivieren können, den Kampf gegen den Artenverlust von Insekten zu unterstützen.
So gut wie alles wird im SHIN in der Praterstraße frisch und selbst und ohne Glutamat gemacht – auf traditionelle Vietnamesische Art, aber mit Twist. Gemeinsam mit seinem Partner Jing Chen führt Tuan Jing Wen (Bild, re.) das Lokal und hat 2025 von Taiwan- auf Vietnam-Küche umgestellt – wo ebenfalls der Wok regiert. Jing Wen leitet die Küche, doch die heimliche Chefköchin und Hüterin der alten Rezepte ist seine Mutter.
Jing über …
… das Lokal: Das Shin gibt es seit Mitte 2020, damals habe ich es zusammen mit meinem Geschäftspartner von meinen Eltern übernommen. Davor war es ein typisch chinesisches Lokal und das wollte ich radikal ändern. Meine Eltern kommen aus Taiwan und meine Mutter hat früher zuhause immer Taiwanesisch gekocht. Das hat mich inspiriert.
… Bao Buns & Co.: Wir machen alles frisch und selber, auch Tapioka für unsere Bubble Teas – die übrigens ursprünglich aus Taiwan kommen. Unsere Renner sind Gua Bao Burger, oder Bao Buns. Unser Buns sind sehr traditionell: Kimchi, Gurken, Nori-Blätter, Erdnuss, Koriander, koreanischer Tofu. Oder Schweinebauch, der stundenlang geschmort werden muss, bis er seinen Umami-Geschmack erhält.
… die Kunst des Dämpfens: Baos müssen frisch sein. Wenn du sie stehen lässt, wird der Teig schnell hart. Wir machen auch den Teig selber. Das ist sehr zeitaufwändig. Beim Dämpfen darf kein Wasser an den Teig kommen, sonst wird er nicht fluffig. Das erfordert Übung. Meine Mutter hat mir ihre Rezepte weitergegeben und steht noch immer oft in der Küche. Ich koche, und sie ist die Chefköchin und rundet alles ab.
… Taiwan in a nutshell: Taiwanesische Küche ist hier noch unbekannt. Und in Taiwan ist die traditionelle Küche schon wieder unbekannt, weil sich dort alles durchmischt hat: Koreanisch, Thailändisch, Vietnamesisch. Und auch hier kochen wir nicht mehr ausschließlich traditionell: Wir sind veganer und gesünder als die traditionelle Küche und verzichten zum Beispiel vollständig auf Glutamat. Das schmeckt man auch.
… Generationswechsel: Meine Mutter will nicht in Pension gehen, sie will einfach arbeiten und kocht auch gerne. Mein Vater hilft uns auch noch ab und zu. Meine Eltern arbeiten in ihrem früheren Lokal und bekommen ein Gehalt, das macht mich auch zufrieden. Meine Eltern haben weniger Sorgen, ich dafür jetzt mehr (lacht.)
Online-Route, Liste der Wiener WirtInnen und wichtige Infos. Hier sind alle Details zur Tour am 17. September 2022 von 11 bis 18 Uhr.
Eines vorweg: Ziel ist ein entspannter Genusstag. Dabei ist es nicht wichtig, ob du alle Stationen schaffst oder nicht: Aussteigen, hängenbleiben – Hauptsache gut!
Wir haben die veganen oder veganfreundlichen Lokale sorgfältig ausgesucht. Es sind viele neue Lokale dabei. Und auch die „VeteranInnen“ haben sich Neues einfallen lassen.
Vor den Lokalen kann es mitunter zu Wartezeiten kommen. Bitte habe Verständnis dafür, die WirtInnen nehmen sich auch für dich Zeit und es sind genügend Kostproben für alle da ;)
Bitte trage dein Festivalband am Tag der Tour von 11 bis 18 Uhrgut sichtbar am Handgelenk.
Das Tokyo Boom hat sich neben feinen Kostproben einen Show-Act für dich einfallen lassen: Die Mini-Boom-Show findet um 12 Uhr, um 14 Uhr, um 16 Uhr und um 18 Uhr statt – solange die Bühne nicht gestürmt wird;)
Bitte beachte: Das Vevi ist erst ab 12 Uhr offen und das CUTZ am Naschmarkt muss um Punkt 18 Uhr die Rollläden runterlassen.
Hier sind die wichtigsten Infos zum Ablauf:
Wir empfehlen die Route unserer Grazer Kooperationspartners Bike Citizens. Den kostenlosen Premium-Zugang zur Rad-App für drei Monate findest du HIER. Oder auch hier:
Wie du die Route anschließend sehr einfach aktivierst, erfährst du HIER.
Den Link zur radoptimierten Route von Google Maps findest du HIER.
Die Infos zur Integration der Route findest du HIER.
Bitte beachte, dass dies nur ein liebevoll erstellter Vorschlag ist. Du kannst jederzeit deine eigene Route erstellen.
Hier ist die Liste der teilnehmenden #wienerwirtInnen – erstmals nach Bezirken geordnet:
Wer an vegane Küche denkt, hat nicht zwingend die türkisch-orientalische im Sinn. Dabei gibt es genau dort zwei sehr traditionelle vegane Gerichte: Eines sind Falafel. Und das andere: Çiğköfte. Enes Atak betreibt das VEGAN HOME (vormals Ciğköfte AE) beim Mexikoplatz im. 2. Bezirk als Family Business. Merve, die jüngere Schwester (Bild), erzählt uns alles über das vegane, gesunde Fastfood auf Bulgur-Basis.
Merve über…
… das Lokal: Das Geschäft gibt es seit 2018. Damals hatte es einen anderen Namen und wir hatten es in Franchise. Dann hat sich mein Bruder entschlossen, seinen eigenen Laden aufzumachen und sein eigener Chef zu sein. Zunächst hieß es Çiğköfte AE – die Initialen stehen für Atak Enes. Jetzt heißt es Vegan Home, um die Eigenschaften unserer Çiğköfte in den Vordergrund zu rücken.
… das Konzept: Natürlich ist das Risiko größer, aber es bleibt auch mehr zum Leben übrig. Und wir helfen auch alle mit: meine Mutter, mein Vater manchmal, mein Bruder natürlich und ich. Wir sind ein Familienunternehmen.
… das Produkt: Die Hauptzutat unserer Çiğköfte ist Bulgur, das in der türkischen Küche traditionell vorhanden ist. Ursprünglich sind Çiğköfte aus rohem Fleisch, Çiğ heißt roh, aber wir machen sie ausschließlich in vegan.
… gesundes Fastfood: Es ist unsere traditionelle Variante von Fast Food, aber sehr gesund. Çiğköfte gibt es in verschiedenen Varianten, aber nur in scharf, vielleicht nur wenig scharf, aber jedenfalls in scharf. Die Schärfe kommt von Isot oder Pul Biber, das sind Chili Sorten. Dann kommen Zwiebel, Zitrone, Granatapfelsaft, Petersilie und noch andere türkische Gewürze dazu.
Çiğköfte isst man als Dürüm, also im dünnen Fladenbrot, und viele essen sie auch gerne mit grünen Salatblättern oder frischen Gurken und Tomaten.
… den Be*Wirt-Faktor: In der Türkei hat die Gastfreundschaft Tradition und einen hohen Stellenwert. Es ist uns wichtig, dass ein Gast gut bewirtet wird und satt und zufrieden nach Hause geht. Und so halten wir es auch im Lokal.
Die Ausstellung „Hätte, hätte, Fahrradkette…“ (bis 31.7.22) geht dem Nimbus von Graz als Fahrradstadt nach und erzählt Geschichten über das Rad als urbanes Verkehrsmittel. Bernhard Bachinger hat gemeinsam mit Beat Gugger die Ausstellung im Graz Museum kuratiert.
Herr Bachinger, die Ausstellung „Hätte, hätte, Fahrradkette…“ geht unter anderem der Frage nach, was die Fahrradstadt Graz eigentlich ausmacht. Ja, was eigentlich?
Die Geschichte des Fahrrads in Graz ist auch eine Geschichte der verpassten Chancen. Es gibt tatsächlich Phasen, wo Graz als Vorreiterstadt bezeichnet werden kann – denken wir an die frühe Phase des Radsports, in der sich Graz mit den vielen Vereinen und drei Rennbahnen zum Mekka dieses Sports aufschwang. Gleichzeitig gab es mit dem Damen-Bicycle-Club auch Platz für Pionierinnen.
Graz war auch Fahrradfabrikstadt, und die Strahlkraft von Marken wie Puch reichte weit über die Grenzen hinaus. Mit dem Ende der Produktion von Junior und Puch in den 1970er- und 1980er-Jahren ist die Nostalgie zwar noch da, aber die Fahrradproduktion ist in Graz ist unweigerlich passé.
Und schließlich haben Bürgerinitiativen, allen voran mit Erich Edegger, Graz erneut eine Vorreiterrolle gegeben. Europäische Städte nahmen sich Graz zum Vorbild, als Tempo 30, die Öffnung von Einbahnstraßen für den Fahrradverkehr oder ein erstes Fahrradwegenetz den Nimbus von Graz als Fahrradstadt begründeten.
„Die Strahlkraft von Marken wie Puch reichte weit über die Grenzen von Graz hinaus.“
Fakt ist aber auch, dass sich Graz allzu oft auf diesem Nimbus ausruhte und von einem Image lebt, das nicht mehr Realität ist. Langer Rede kurzer Sinn: Es gibt noch viel zu tun, damit Graz zu nationalen und internationalen Vorreitern in Sachen Fahrradstadt aufschließen kann. Selbst im österreichischen Vergleich hat Graz an Boden verloren.
Graz war ab den 1970er-Jahren Schauplatz eines lebendigen Fahrradaktivismus. Was konnte damals erreicht werden?
Nach internationalen Vorbildern, etwa Berlin, schlossen sich damals Bürgerinitiativen zusammen, die gegen die autogerechte Stadt protestierten. Das Fahrrad war keinesfalls im Mittelpunkt, wurde aber schon damals als ein geeignetes Mittel für eine sanftere Mobilität erkannt. Und die Proteste und Initiativen, die von der damals sehr aktiven Alternative Verkehrspolitik für Graz (AVG) ausgingen, forderten energisch und laut mehr Platz für FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen.
Die Demonstrationen hatten dabei 1979 und 1980 aktionistische Elemente. Einmal eine Sternfahrt mit Fahrrädern aus allen Grazer Bezirken zum Hauptplatz – inklusive dem Tragen der Fahrräder auf der Herrengasse, da selbst das Schieben der Räder dort verboten war – oder der erste illegale Fahrradweg in Graz, der in einer Nacht- und Nebelaktion im Stadtpark entstand.
„1979 war selbst das Schieben von Fahrrädern auf der Herrengasse verboten – bei Demos wurden sie getragen.“
Es war vor allem Erich Edegger, der diesen Spirit aufgriff und in politische Maßnahmen kanalisierte. Das Kuriose dabei: er selbst saß auf dem Ticket des Wirtschaftsbundes im Grazer Gemeinderat und agierte in Sachen Mobilität gegen dessen Interessen und gegen die Interessen seiner Partei, der ÖVP. Aber er war passionierter Radfahrer und hatte eine Vision sowie die Bereitschaft, auf die AkteurInnen, AktivistInnen und die ExpertInnen der Raumplanung zuzugehen und mit ihnen Konzepte zu erarbeiten.
Zu guter Letzt hatte er auch den Mut, den Fahrradverkehr gegen alle Widerstände zu fördern und voranzutreiben. So ist ein erstes Fahrradwegnetz entstanden und zu Beginn der 1990er die kontrovers diskutierte, aber wegweisende Öffnung der Einbahnen für den Radverkehr und Tempo 30 auf Nebenstraßen. Das hatte Vorbildwirkung. Erich Edegger selbst erlebte das allerdings nicht mehr.
Kurator Bernhard Bachinger
Der Stellenwert des Radverkehrs in der Stadt und der Ausbau des Fahrradwegnetzes sind aktuell viel diskutierte Themen in Graz. Warum gerade jetzt?
Der Stellenwert des Radverkehrs war immer wieder Thema in den Diskussionen – unter den Vorzeichen der jeweiligen Zeit. In der heutigen Debatte um die Klimaerwärmung liegt der Fokus natürlich auf der CO2-freien Mobilität oder der Schaffung von Grünraum anstelle von innerstädtischen Parkplätzen gelegt.
„Die Ausstellung ziert auch die eine oder andere Fahrradleiche. Es gibt also viel zu entdecken.“
Es gibt und gab verschiedene Motive, um den Radverkehr auszuweiten und in der Stadt zu fördern: Sei es, weil das industriell gefertigte und somit erschwingliche Fahrrad vielen Menschen erst ermöglicht hat, in der Stadt mobil zu sein – ohne auf eine Kutsche oder die noch spärlichen Straßenbahnen zurückzugreifen. Oder weil der Ölschock zu autofreien Tagen geführt hat. Oder als leise, abgasfreie Alternative zum motorisierten Individualverkehr.
Eines blieb aber unabhängig von der Motivlage immer gleich: Das Fahrrad ist eine echte Alternative für die Mobilität im urbanen Raum.
Gibt es in der Ausstellung auch historische Fahrräder zu sehen?
Wir haben historische Fahrräder und Fahrräder mit einer besonderen Geschichte. Beginnend von einer etwas ungewöhnlichen Draisine über ein Hochrad und ein Militärklapprad, schönen Damenmodellen aus Grazer Produktion oder dem Fahrrad von Erich Edegger, das er von der Puch-Belegschaft als Geschenk bekommen hat.
Wir verbinden die Fahrräder aber auch mit den Menschen, die sie gefahren haben. Es war Ziel, dass wir die Geschichte des Fahrrads nicht als Technikgeschichte zu erzählen, sondern mit exemplarischen Biografien zu verknüpfen und so zu zeigen, wie sehr das Fahrrad den Lebensalltag der GrazerInnen veränderte.
Zugleich können BesucherInnen in der Ausstellung so manches Gustostück sehen, etwa ein in die Einzelteile „explodiertes“ Puch Mistral aus dem Jahr 1986. Und den Grazer Stadtraum wie auch die Ausstellung ziert auch die eine oder andere Fahrradleiche. Es gibt also viel zu entdecken.
Sie müssen den Inhalt von hCaptcha laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.